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Die Welt ist für uns zu klein

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Freitag, 20 August 2010 09:20

Umziehen oder ertrinken

Paul Gerbrands in "Mangel an Knappheit"
 
Die niederländischen Deltawerke
Die Deltawerke in den Niederlanden sind ein Symbol für Geld verschlingende Ausgaben. Die mehr als 50 Milliarden Euro, die jetzt für vergleichbare Vorkehrungen wie nach der Hochwasserkatastrophe im Jahre 1953 bezahlt werden müssten,
stünden in keinem Verhältnis mehr zu der Bedeutung der kleinen Landfläche, die dadurch vorläufig vor dem Untergang gerettet wurde. Bei den jährlichen Überschwemmungen in Bangladesh werden Gebiete überflutet, die viele hundert Mal größer als die Teile der Provinz Zeeland sind, die einst den Wassermassen zum Opfer gefallen sind. In Ländern wie Bangladesh hat man keine andere Wahl, als zu warten, bis die Wasserstände wieder sinken. In den Niederlanden dagegen lebt man auf großem Fuß und hat keine Zeit zum Warten. Die Niederländer tätigen außerdem seit jeher mit großem Enthusiasmus Investitionen für den Schutz vor Sturmfluten. Wasser ist hier nicht knapp, und Geld und Menschen erst recht nicht. Darum können wir hier das Geld wie Wasser ins Meer tragen. Bisher haben uns die Deltawerke große internationale Anerkennung eingebracht. Aber ganz allmählich stellt sich heraus, dass nicht der Mensch, sondern die Natur am längeren Hebel sitzt. Auch unsere finanziellen Mittel zur Bekämpfung der ständigen Bedrohung durch das Wasser werden immer knapper. Deshalb werden die Deltawerke und die eingedeichten Gebiete der Zuiderzee (des heutigen IJsselmeers) und der Binnenseen stets mehr als eine sinnlose und vor allem kostspielige Angelegenheit betrachtet, die letztendlich dazu verurteilt ist, in den Fluten zu versinken. In Hinsicht auf den erwarteten Anstieg des Wasserspiegels, der innerhalb weniger Jahrzehnte ein paar Meter höher wird, scheint schon jetzt ein Umzug aus dem Westen der Niederlande in die östlichen Landesteile sogar die einzige ernsthafte Lösung zu sein. Das Geld für mögliche Zukunftspläne zum Hochwasserschutz in den Niederlanden könnte zum Beispiel sehr gut als Ergänzung für den zunehmenden Mangel bei den Rentenkassen sowie für die Kostendeckung in Bezug auf die bevorstehenden Umzüge von bis zu drei Millionen Menschen, die bald dem Wasser entfliehen müssen, eingesetzt werden. Aber es gibt auch andere Pläne. Eine Ingenieurfirma aus Nimwegen will auf dem Meeresboden in der Nordsee vor der niederländischen Küste eine riesige Steinschwelle zum Schutz der gesamten Küste bauen. Auf den Anstieg des Meeresspiegels wird das kaum einen Einfluss haben.
 
Notunterbringung
Bis jetzt ist Geld kein Problem. Die Überbevölkerung in den Niederlanden ist zurzeit noch kein heißes Eisen. Die Schädigungen in der Umwelt bereiten hier noch niemandem schlaflose Nächte. Und Überschwemmungen sind nur vor kurzer Dauer und diese zeigen begrenzte Folgen. Aber all das kann sich schnell ändern. Wenn die niedrig gelegene Landfläche der Niederlande durch ein sehr starkes Hochwasser der Flüsse oder des Meeres für einen längeren Zeitraum unter Wasser steht, wird die Situation kritisch. Immobilien im Westen der Niederlande verlieren dann schnell an Wert oder werden vollkommen wertlos. Zu jenem Zeitpunkt fängt dann zweifellos die Flucht der Bevölkerung in die Mitte und den Osten des Landes an. Schon jetzt ziehen viele - vor allem reiche - Bürger aus dem Westen in die trockeneren und ruhigeren Gebiete, in denen die Häuserpreise noch relativ niedrig sind. Einmal abgesehen von dem Verlust an Kapital einschließlich des Verlusts an Infrastruktur bei dauerhaften Überschwemmungen werden die Niederlande wohl imstande sein, drei Millionen Einwohner aus den westlichen Provinzen im Rest des Landes aufzunehmen und unterzubringen. Aber das geht sicherlich nicht ganz reibungslos über die Bühne. Da die Bevölkerungsdichte im Osten des Landes schnell bis auf 600 Einwohner pro km2 zunehmen wird, wird auch der Druck auf die Infrastruktur im Rumpfgebiet der Niederlande riesig sein. Bis zum heutigen Tag sind wir uns nicht darüber im Klaren, wie groß der Wohnungsmangel sein wird. Häuser sind jetzt noch keine Mangelware. Das wird bald anders sein. Dann wird eine Notunterbringung in Zelten, Ferienhäusern und öffentlichen Gebäuden erforderlich sein. Aber eine gezwungene Einquartierung, wie dies nach einem Krieg aufgrund der Bombardements oft stattfindet, muss auch dann erfolgen. Die soziale Unruhe, die sich unter anderem aus Arbeitslosigkeit und dem Mangel an Privatsphäre ergibt, wird zweifellos viele auf den Gedanken bringen, dass es besser ist, die Grenze nach Deutschland zu überqueren. Grund und Boden in den Niederlanden sind dann noch knapper geworden, als vorher der Fall war. Die Reichen werden wahrscheinlich als erste wegziehen, um ihr verdientes Geld in ein Unterkommen in zum Beispiel Deutschland, Portugal oder Tschechien zu investieren.
 
Ein neuer Marshallplan
Die Zahl der betroffenen Niederländer, die in dieser Situation staatliche Leistungen oder Darlehen in Anspruch nehmen wird, wird erheblich sein. Zweifellos wird es im Laufe der Jahre zu immer mehr Ertrunkenen, Selbstmorden und Plünderungen kommen. Die Solidarität der Menschen untereinander wird dann immer wichtiger. Und die Niederländer werden davon stark betroffen sein. Aber erwartet wird, dass auch diesem Verhalten Grenzen gesetzt sind. Da wir nie einen echten Mangel gekannt haben, hat uns ein Mangel auch noch niemals den Schlaf geraubt. Das Parlament wird sich daher gezwungen sehen, Notgesetze zu erlassen. Dabei werden im Rahmen einer Art verteilender Gerechtigkeit die Steuern derjenigen erhöht, die von dem Wassermassen nicht betroffen sind. Eine Umverteilung der staatlichen Einkünfte und Ausgaben wird nicht ausbleiben. Dies bietet den politischen Parteien, die sich die verteilende Gerechtigkeit schon seit jeher auf die Fahnen geschrieben hatten, die unerwartete Chance, diese über die Eigenverantwortung des Einzelnen zu stellen. Ihnen ist es dann lieber, als eine Art Weihnachtsmann Geschenke zu verteilen. Dass dies dann wiederum auf Kosten derjenigen mit Ersparnissen geht, tut dem bestehenden Gefühl der Ungerechtigkeit dann keinen großen Abbruch mehr. Aus dem Ausland kommt sicherlich auch große Unterstützung. Eine neue Art eines Marshallplans kann daher nicht ausbleiben. Trotzdem wird auch dies keine allzu große Abhilfe schaffen, weil ein Anstieg des Meeresspiegels auch die ausgedehnten Küstengebiete anderer Länder wie Deutschland und Dänemark oder entlegenere arme Länder wie Indien und Indonesien treffen wird. All diese Länder werden die gemeinschaftliche Spendenfreudigkeit in Anspruch nehmen wollen, die im Verhältnis zu der Zahl der Notfälle auch immer knapper wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass die drei Millionen vom Wasser vertriebenen Niederländer - soweit sie die Wahl haben - ihr Heil vor allem bei Kirchen, sozialistischen Parteien und anderen Wohlfahrtseinrichtungen suchen werden, ist riesig. Not lehrt beten.
 
Das Ausland
Überschwemmungen sind so alt wie die Welt und das Leben an niedrig gelegenen Küstengebieten war noch nie ohne Risiken. In Bangladesh und auf Sumatra ist man sich dessen seit dem Erdbeben und dem Tsunami von Weihnachten 2004 vollauf bewusst. Und im Juli 2005 wurden 90 Millionen Chinesen durch das steigende Wasser vertrieben. Jedes Jahr werden überall auf der Welt viele Gebiete getroffen. Manchmal geschieht dies durch übermäßige Regenfälle, manchmal durch Erdbeben und manchmal durch die dummen Eingriffe des Menschen in der Natur. In den reichen Niederlanden kann das kostbare Geld noch lange und ohne irgendwelche Bedenken aus dem Fenster geworfen werden. Oder ins Wasser. Dadurch kann die Natur noch in ihre Schranken gewiesen werden und können die negativen Folgen für einige Zeit vermieden werden. Die armen Länder sind hierzu jedoch nicht in der Lage. Deshalb führen wir hier im reichen Westen ab und zu groß angelegte Spendenaktionen für diejenigen durch, denen das Wasser ohne diesen Luxus bis zu Oberkante Unterlippe steht. Mit erheblichen Beträgen können Häuser an den Stellen instand gesetzt oder neugebaut werden, an denen sich das Wasser wieder zurückgezogen hat, aber aller Wahrscheinlichkeit nach bald wieder zuschlägt. Natürlich ist es schwierig, all den Opfern eines Tsunamis zu erklären, dass sie sich nicht wieder an der Küste niederlassen dürfen, wenn wir im Westen genau das Gleiche machen. Ebenso wenig lässt es sich erklären, dass all unsere Spenden für sie zu überhaupt keinen Einschränkungen bei unserem eigenen Luxusleben führen. Und wir werden auch nicht verstehen, dass all unsere Geschenke und all unser Geld nur einen unwesentlichen Beitrag zu einer wirklichen Lösung all ihrer unermesslichen Probleme darstellen. Schließlich sind die asiatischen Länder im Allgemeinen so überbevölkert, dass die Bevölkerung durch die Bevölkerungsdichte im Landesinneren doch gezwungen ist, sich wieder am Wasser anzusiedeln. Dort, so hofft man, kann man mit dem bisschen Geld den Kopf über Wasser halten.
 
Der Abfluss von Europa
Niederländer können solide Betonwohnblöcke hinter hohen Kaimauern erbauen und verfügen auch heute noch über gut aussehende Deiche und Dünen. Das Risiko einer Überraschung scheint hier kleiner zu sein, aber die Niederlande, die aus gutem Grunde diesen Namen tragen, sind der Abfluss von Europa. Es ist die typisch holländische Arroganz, die dazu führen wird, dass sie wahrscheinlich mit offenen Augen in die eigene Wasserfalle tappen werden. Ein gutes Beispiel dafür ist der Deichdurchbruch in Wilnis. Die Katastrophe trat vollkommen unerwartet ein. Zum Glück hielt sich das Problem sehr in Grenzen. Katastrophen sind hier Mangelware. Aber trotzdem musste man lange über die Frage nachdenken, ob ein Schadenersatz bezahlt werden sollte und wie hoch dieser ist. Der niederländische Schadenersatz für das Wohnviertel in Wilnis war pro Person und Haus im Durchschnitt letztendlich enorm hoch, wenn man dies einmal mit den relativ und absolut sehr niedrigen Beträgen vergleicht, die nach dem Tsunami in Indonesien im Durchschnitt pro Person und Haus ausgezahlt wurden. Von den Spendenmillionen, die nach der asiatischen Katastrophe am zweiten Weihnachtsfeiertag 2004 eingesammelt wurden, hätte man in den Niederlanden höchstens ein ganzes Dorf wieder aufbauen können. Bei einer wirklich großen Katastrophe, die zum Beispiel 100 Mal schwerer als die in Wilnis ist, reicht kein einziger Notfonds aus und werden einige Versicherungsgesellschaften wahrscheinlich sofort umfallen. Dann ist eine ausreichende finanzielle Unterstützung sowieso unmöglich. Dann wird das Geld auch bei uns knapp und zur Mangelware.
 
Kurzsichtigkeit
Auch bei einer Hungersnot bieten wir viel Hilfe für die Menschen, die an einem anderen Ort der Welt in akuter Gefahr sind. Mit Lebensmittelpaketen wird die trügerische Hoffnung auf eine bessere Zukunft geweckt. Schließlich kann die internationale Lebensmittelhilfe keine wirklichen, dauerhaften Lösungen bieten. Lebensmittelhilfe führt zu der gleichen großen Gefahr für die Zukunft wie die Hilfe bei Überschwemmungen. Nach der Hilfeleistung werden wiederum Kinder geboren, als ob es nie eine Hungersnot gegeben hätte. All diese Kinder sind ihrerseits innerhalb weniger Jahre wieder der großen Gefahr ausgesetzt, den Hungertod zu erleiden. Im Prinzip liegt eine unbeabsichtigte Grausamkeit bei dem großzügigen Spender vor. Diese lässt sich auf Kurzsichtigkeit, Gedankenlosigkeit und den Willen zur Beschwichtigung des eigenen Gewissens zurückführen. Kurzfristig gesehen scheinen die Probleme gelöst. Und sobald jeder die Katastrophe nach ein paar Jahren vergessen hat, schlägt das Schicksal plötzlich wieder zu. Jedes westliche Land behält dadurch sein Image der Großherzigkeit und der Spendenfreudigkeit den armen Ländern gegenüber. Die profitieren davon letztendlich allerdings kaum. Es drängt sich die Vermutung auf, dass die vorhandenen Techniken und Kenntnisse in diesen armen Ländern sogar unzureichend sind, um kurz- und langfristig eine Garantie zur Instandhaltung der bereitgestellten Lösungen bieten zu können. Außerdem hebt das Bevölkerungswachstum einen Großteil des geringen wirtschaftlichen Fortschritts vor Ort wieder auf. Das scheint auch in den Niederlanden der Fall zu sein.
 
Das eigene Heim verkaufen

Es stellt sich die Frage, ob es ethisch vertretbar ist, diese Form der Hilfeleistung weiterhin fortzusetzen. Ein nachhaltiger Effekt lässt sich auf jeden Fall nicht erkennen. Im Prinzip lassen wir jedes Mal eine Chance ungenutzt, einmal aufzuzeigen, dass sie und wir mit unseren Hilfsaktionen den falschen Weg eingeschlagen haben. Dadurch entzieht sich der Westen seiner Verantwortung, die strukturellen Problemen in den armen, dicht besiedelten Gebieten direkt anzugehen. Dann müsste auch eine ganz andere Form der Vorgehensweise gewählt werden. Inzwischen setzen wir auch in unseren Breiten den eigenen Kampf gegen das Wasser und eine drohende Abnahme unseres Wohlstands in der Zukunft fort. Nur dank unserer enormen finanziellen und wirtschaftlichen Fangnetze sind wir hier in der Lage, unser Leben mit Scheuklappen fortzusetzen. Das ist genau das Gleiche wie bei den in die Berge geflüchteten Tsunamiopfern, die gezwungenermaßen wieder in die Küstengebiete ziehen. Dass wir als kultivierte Menschen des Westens trotz unseres Wissens und unserer Kenntnisse zu drohenden Katastrophen, die die Natur für uns in petto hat, unser sorgloses Luxusleben einfach fortsetzen, ist genauso unverständlich wie schlichtweg wahr. Wer jetzt sein Heim aus Gründen einer drohenden Inundation verkauft und dem Westen der Niederlande entflieht, legt auf jeden Fall an den Tag, dass er über ein gewisses Maß an Intelligenz und Egoismus verfügt.

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