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Overpopulation Awareness is the website of Stiftung Der Klub der Zehn Millionen

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Die Welt ist für uns zu klein

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Samstag, 13 November 2010 15:53

Psychologische Aspekte der Überbevölkerung

Albert J. M. Wessendorp, Psychologe und Psychotherapeut
 
Obwohl unsere Stiftung findet, dass die Einwohneranzahl gesenkt werden muβ; kommen andere Stimmen auf, die es in den Niederlanden nicht so erschreckend  voll finden.
Wenn wir verstehen könnten, warum die Problematik der Überbevölkerung für viele Menschen nicht zur politischen Tagesordnung gehört, dann würde uns dies helfen bessere Argumente antragen zu können um unsere Auffassung aus zu tragen.
 
Die Arten der Argumente
In der Diskussion ,ob unser Land zu  voll ist  oder nicht ,tauchen , unterschiedliche  Argumente auf. Der Einfachheit halber unterscheiden wir  zwei Gruppen. Diese Einteilung läuft einigermaβen parallel zu dem Unterschied zwischen Wohlstand und Wohlbefinden.
 
Die erste Gruppe der Argumente besteht aus Überlegungen die schlichtweg mit unserem direkten Überleben als Lebewesen zu tun haben. Gibt es genügend Nahrung, saubere Luft für jetzt und in der Zukunft und beuten wir unsere Energievorräte nicht zu schnell aus? Hier gibt es eine Beziehung zu den meist grundlegenden Bedürfnissen in der Hierarchie von Maslow.1 Laut Maslow erhält der Mensch seine Motivation durch eine Reihe von elementaren Bedürfnissen. Auβer den primären Bedürfnissen, nämlich  dem Bedürfnis  an Nahrung, Schlaf, Sex und Sicherheit unterscheidet er „höhere“ Bedürfnisse wie : Liebe, Achtung und sich selbst „auf den neuesten Stand “ bringen. Er spricht von einer Hierarchie, weil ein „höheres “ Bedürfnis erst dann gestillt werden kann, wenn das „niedrige “ Bedürfnis schon in gewissem Sinne befriedigt worden ist.
 
In der zweiten Gruppe gibt es Argumente, so wie zum Beispiel das Argument, dass Menschen die Enge der Niederlande und das „zu volle “ Land als störend empfinden. Man fühlt sich in seiner Bewegungsfreiheit, der individuellen Freiheit und der Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Nach dem Wortlaut von Maslow handelt es sich hier vor allem um „höhere “ Bedürfnisse, worin Menschen frustriert werden können.
 
Bei den niedrigeren Bedürfnissen handelt es sich um das Messen von konkreten, objektiven Fakten 3, aber dieses Messen ist oft schwieriger, wenn es um die höheren Bedürfnisse geht. Diese benennen wir meistens aus einer subjektiven Erfahrung: „So viele Menschen um mich herum, stören mich, ich brauche eine ruhige Umgebung.“ Jemand anderes kann dem ganz einfach entgegnen, dass dieses für ihn nicht zutrifft: „Gib mir mal das Stadtleben, ich werde von der Ruhe ganz verrückt.“
 
Ein wichtiger anderer Punkt, der erklärt warum viele Menschen sich nicht über die Fülle in den Niederlanden aufregen, hat damit zu tun, dass die „Fülle “ sie nicht betrifft. Sie werden dadurch nicht direkt gestört. Sie haben keine Lust um sich über zukünftige Probleme Sorgen zu machen die die Nahrungsbeschaffung oder die Umwelt betreffen, wie stichhaltig die Argumente auch sein mögen. So lange sie sich nicht in ihrer Bewegungsfreiheit und ihrer individuellen Freiheit eingeschränkt (höhere Bedürfnisse) fühlen, werden sie nicht aktiv.
 
Über die niedrigen Bedürfnisse ist schon viel gesagt worden (der Club von Rom). Über den Effekt auf die Psyche des Menschen, wenn  eine groβe Anzahl Menschen sich in einem beschränkten Raum aufhält, ist weniger bekannt. Es erscheint sinnvoll, dieses näher zu untersuchen. Nicht zuletzt um zu versuchen unsere subjektiven Erfahrungen in diesem Punkt eine objektive Grundlage zu geben, so dass wir besser Maβregeln auf diesem Gebiet nehmen  können.
 
„Überbevölkerung“ bei den Tieren
Vor einiger Zeit machte John B.Calhoun 2 ein interessantes Experiment mit Ratten. Er wollte wissen, welchen Effekt das Wachstum der Bevölkerung von Ratten auf ihr soziales Verhalten haben würde. Die Zunahme der Anzahl Ratten fand in einem gleichbleibenden beschränktem Raum statt. Ab einer gewissen Anzahl von Ratten waren die Effekte dramatisch. Die Rattenweibchen zeigten Verhaltensstörungen. Schwangerschaften wurden frühzeitig beendet und viele Weibchen, die wohl zur normalen Zeit gebärten, überlebten dies nicht. Weibchen, die es wohl überlebten, versagten bei ihren mütterlichen Aufgaben. Männchen, legten sexuell ein abweichendes Verhalten an den Tag unter anderem Kannibalismus. Manche wurden hyperaktiv, andere wiederum zogen sich zurück. Man konnte krankhaftes (pathologisches) Aneinanderhängen wie Kletten, feststellen, wodurch andere normale Verhaltensweisen aus den Fugen gerieten wie zum Beispiel den Hof machen, Neste bauen und die Jungen versorgen. In bestimmten Gruppen betrug die Kindersterblichkeit sogar 96%.
Übrigens ist bekannt, dass nicht nur Ratten Maβnahmen ergreifen um die Bevölkerung zu verkleinern, wenn es notwendig ist. Auch andere Arten treffen solche eingreifenden Maβregeln. Das drastischste Beispiel hierfür sind die Walfische, die kollektiv Selbstmord begehen.
 
Die Frage, worin liegt der Unterschied zwischen den Reaktionen von Tieren auf ein Übermaβ an Artgenossen in ihrem Revier und der Reaktion von Menschen, ist sehr relevant. Besitzen Menschen auch ein Revier? Könnte man auch mit 30 Millionen Menschen in den Niederlanden leben ohne dadurch wahnsinnig zu werden? Wie steht es damit?
 
Überbevölkerung bei den Menschen
Es hat den Anschein, dass die Folgen der Überbevölkerung bei den Menschen auf eine andere Art und Weise in Erscheinung treten wie bei den Tieren. Man hat Untersuchungen nach den Effekten von Massenbildung (crowding) und auch nach der Beziehung zwischen zu vielen Menschen als Stressfaktor und der Gesundheit gemacht. Bis heute haben diese Untersuchungen keine nennenswerten Ergebnisse hervorgebracht.
Auch der Nationale Monitor der psychischen Gesundheit (Jahresbericht 2002) liefert wenig spannendes Lesefutter. Allgemein ist wohl bekannt, dass die Lebenserwartung für Menschen in bestimmten Problemvierteln der Groβstädte, niedrig ist. Aber dies kann man nicht ohne weiteres der Anzahl der Menschen dort zuschreiben. Allerdings leiden Einwohner von Groβstädten öfter an Depressionen als die Landbevölkerung, aber die Frage, ob dies mit der Bevölkerungsdichtheit zu tun hat, bleibt offen.
 
Der Gedanke, dass bei einer bestimmten Menge Menschen auf einem bestimmten Gebiet, allerlei regulative Prozesse (die die eventuell schädlichen Folgen für die Bevölkerungsdichtheit bekämpfen) auftreten, besteht. Die Existenz der Stiftung des Clubs der zehn Millionen, ist dafür ein Beispiel. Weniger bewuβte regulative Prozesse sind auch denkbar. Infolge einer besseren medizinischen Versorgung überleben Menschen, die bei weniger günstigen Umständen gestorben wären. Die regulierende Natur könnte dann dennoch dafür sorgen, dass dies durch bessere medizinische Versorgung, Wachstum der Bevölkerung, wieder zunichte gemacht wird. Mit Krankheiten wie Aids, Sars, Krebs, Diabetes und asthmatischen Erkrankungen, aber auch mit ADHD, Depressionen und Alkoholismus usw. könnte die “ Natur “zurückschlagen. Als Beispiel für einen regulativen Prozess, könnte das Folgende gelten:
Wachsende Frustration wegen räumlicher Enge könnte in Aggression zum Ausdruck kommen und daher in manchen Fällen zu Mord oder Selbstmord führen. Je mehr Menschen auf den Straβen sind, desto gröβer wird auch die Reihe der Unfälle mit tödlichem Ausgang sein. Das Gefühl, dass es zu voll wird, ist für manch einen Grund um zu emigrieren. So wurde die historische Abwanderung nach Amerika in groβem Maβe auch durch dieses Gefühl bestimmt. Nicht undenkbar ist, dass in dem Maβe wie die Bevölkerung eines Landes wächst auch der Expansionsdrang und die Kriegslust zum Ausdruck kommt. Wie auch immer reagieren Menschen scheinbar anders auf die Zunahme der Bevölkerungszahl als  Tiere.
 
Unterschied zwischen Mensch und Tier
Im Gegensatz zum Tier besitzt der Mensch die Fähigkeit um über sich selbst nach zu denken. Er kann sich mit seiner Vorstellungskraft in die Vergangenheit und in die Zukunft versetzen. Dadurch dass der Mensch auch folgern kann, ist er dazu fähig planmäβig zu handeln. Man könnte auch sagen, dass der Mensch sich durch die Anwendung seines Vorstellungsvermögens (seiner Innenwelt) eine eigene Auβenwelt geschaffen hat, womit er seine Überlebenschancen vergröβert. Der Mensch hat dies als Gattung sehr gut gemacht, denn dadurch macht er sich weniger abhängig von seiner direkten Umgebung. Wo das Eichhörnchen seine Nüsse nicht aus dem Ausland kommen lassen kann, macht der Mensch dies mit seiner Nahrung sehr wohl.
Auf diese Art und Weise ist der Mensch fähig abwechslungsreicher mit Stress umzugehen als das Tier. Der Mensch kann zumindest auch überleben durch ungewünschte externe oder interne Reize zu ignorieren oder diesen Reizen eine andere, gewünschte Bedeutung zuzuschreiben.
Dieses Phänomen nennt man  die Anwendung von Abwehrmechanismen.
 
Im Gegensatz zum Tier dauert es beim Menschen lange sich zu einem relativ unabhängigen Individuum zu entwickeln. Seine körperliche Reifung und psychische Entwicklung flieβen zusammen. Diese zwei Aspekte sind für ihren Erfolg von seiner biologischen Veranlagung und von der Umgebung des Menschen während seiner Entwicklung abhängig.
Dem einen  Menschen gelingt es gut mit Stress umzugehen und der andere Mensch scheitert daran. So gibt es Menschen, die ihr Verhalten gut steuern können und andere, die dies nicht so gut können. Diese letzte Gruppe hat zum Beispiel keine Impulskontrolle und besitzt eine niedrige Frustrationstoleranz.
Demnach können manche Menschen sich entspannen durch die Natur, Meditation, Fitness, Sport oder Lesen. Andere hingegen sind depressiv, ängstlich, bekommen so mancherlei körperliche Leiden oder reagieren „Überreizung“ mit Alkohol oder anderen abhängig machenden Mitteln ab. Es gibt auch Menschen, die den extra Stress auf eine sehr negative Art und Weise verarbeiten. Sie reagieren sich durch verbale und physische Gewalt ab und geraten in die Kriminalität.
Abgesehen davon gibt es auch viele Menschen, die diese Reize benötigen, den sogenannten Kick. Sie stürzen sich in die verschiedensten hektischen Attraktionen und suchen das Gewühl der Stadt, was andere wiederum gerade nicht wollen.
 
Auswirkungen von dem Umgeben sein von Menschen
Die gleichzeitige Anwesenheit von vielen Menschen beieinander kann direkte, negative Folgen haben und ist zu aufreibend für uns. Das ist allerdings nicht nötig. Ob wir die Menschen um uns herum als Bedrohung oder Schutz erfahren, hängt unter anderem von der Bedeutung ab, die wir diesen Menschen geben. Die Bedeutung, die wir den Menschen um uns herum zubilligen, bestimmt ob wir locker bleiben oder nicht. Es kann sich dabei um Gleichgesinnte in einer vollen Kirche, von demselben Club, mit demselben kulturellen Hintergrund, mit derselben Sprache handeln. Es kann auch Menschen betreffen, die vollkommen unbekannt sind, die auf spärliche Dinge aus sind, die wir selbst benötigen. Dann spricht man von Konkurrenz. Die Chance ist dann gröβer, dass wir „negativen Stress “ bekommen.
 
Es kann sich auch um indirekte Folgen handeln. Unter indirekte Folgen durch zu viele  Menschen fallen Dinge, die nichts mit einer direkten Interaktion zwischen Menschen zu tun haben. Allein schon durch die Tatsache, dass es zu viele Menschen gibt, können verschiedene Probleme entstehen, weil viele zur gleichen Zeit dieselben Einrichtungen in Anspruch nehmen: Warten beim Supermarkt, Wartelisten in Krankenhäusern, Staus auf den Straβen usw. Das sorgt für Frustrationen. Bei der Anwesenheit von vielen Menschen hat man darum oft das Bedürfnis um die wechselseitigen Kontakte zu regulieren. Aber Regulierung bedeutet immer auch Abbruch der Entscheidungsfreiheit des Menschen. Dies kann einen positiven Effekt haben, aber auch negativ sein. Dann handelt es sich um Entfremdung.
Eine letzte indirekte Folge von zu viel Menschen im Land hat mit unserem politischen System zu tun. Im Rahmen unseres demokratischen Entscheidungsprozesses ist die Interessenwahrung von so vielen Menschen in den Niederlanden eine komplexe Sache. Menschen können sich in dem Entscheidungsprozess nicht zurechtfinden oder fühlen sich nicht einbezogen. Wenn der geographische und der psychologische Abstand zwischen den direkt Beteiligten und den Interessenvertretern (Leitern und Politikern) zu groβ ist, dann führt dies auch zur Entfremdung.
 
Schlussfolgerungen
  • Das Wachstum der Bevölkerung kennt ihre Grenzen. Menschen müssen überleben können, nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Dazu benötigt man Raum.
  • Man kann diese Grenzen, wenn es darum geht unser direktes Überleben als menschliches Wesen zu bestimmen, sehr objektiv feststellen.
  • Wenn es um die Qualität unserer Existenz geht, ist es viel schwieriger eine deutliche Grenze in bezug auf die kritische Menge von Menschen auf einer bestimmten Oberfläche an zu bringen.
  • Es ist glaubwürdig anzunehmen, dass, wo wir Menschen in der Regulierung der Bevölkerungsgrö?e,versagen wir durch “Naturgesetze“ korrigiert werden.

Empfehlungen

  • Um die Bewu?twerdung, dass Überbevölkerung das unterliegende Problem für eine gro?e Zahl von „täglichen Unannehmlichkeiten “ ist, zu Stande zu bringen, mu? man eine Beziehung zwischen den Unannehmlichkeiten und der gro?en Menge von Menschen deutlich machen.
  • Zukünftige Probleme müssen nähergebracht werden. Dies kann man auch durch das Präsentieren von Zahlenmaterial bezüglich der Dinge, die schief gehen, machen. Dies erreicht man auch durch Unheilszenarien zu umrei?en und konkrete, negative Zukunftsbilder zu zeigen.
  • Menschen handeln nur, wenn sie sich in ihren eigenen grundlegenden Bedürfnissen bedroht fühlen (Maslow). Darum ist es nicht nur wünschenswert nicht nur über die zukünftige Nahrungsmittelknappheit und den Mangel an sauberer Luft zu reden, sondern man sollte auch betonen, dass unsere Sicherheit und Existenz auf dem Spiel stehen.
  • Man sollte mehr Unterschied zwischen den direkten und indirekten Folgen der „Zusammenschmelzung “ von Menschen machen. Die indirekten Folgen sollten systematischer beschrieben werden.
  • Au?erdem sollte man mehr Untersuchungen der körperlichen und psychischen Gesundheit des Menschen machen um die Folgen von „zuviel Menschen beieinander“ zu analysieren.

Anmerkungen

  1. Abraham H. Maslow, Psychologe, zu Lebzeiten Vorsitzender der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft, von ihm ist „Motivation und Persönlichkeit “ aus dem Jahre 1954.
  2. John B. Calhoun, Amerikanischer Psychologe
  3. Siehe die ökologischen Kriterien „Mein Land von vielen und zu voll“ von Paul Gerbrands, ISBN 905573 413 6

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