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Die Welt ist für uns zu klein

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Donnerstag, 09 Februar 2012 16:03

Nachhaltigkeit und Bevölkerungsproblematik

Hans Lyklema in Civis Mundi, April 2008

Kopplung oder Entkopplung?
Simplifiziert die These, dass Bevölkerungsprobleme und Nachhaltigkeit völlig gekoppelt sind, die Wirklichkeit? Für diese Kopplung sprechen klare Indizien. Es ist eine qualitative Tatsache, dass die heutigen ökologischen Probleme eine anthropogene Ursache haben.

Darüber ist man sich durchaus einig. Auch die Einsicht, dass diese Probleme unbedingt zu beheben sind, gewinnt Grund, in einem Land mehr als in dem andern. Aber wie soll es weitergehen? Keiner von uns möchte auf seinen heutigen Lebensstandard mit sämtlichen sozialen und medizinischen Errungenschaften verzichten.
Die Kopplung dieser Errungenschaften an ihren ökologischen Preis verlangt eine quantitative Analyse. In diesem Aufsatz möchte ich dazu einen möglichst wertfreien Ansatz geben. Ich werde mich dabei auf allgemeingültige Naturgesetze stützen und mich nicht auf die Auffassungen anderer berufen. Wunschdenken werde ich gleichfalls vermeiden.

Was heißt “wirkliche Nachhaltigkeit”?
Eine ernsthafte Definition des Begriffes Nachhaltigkeit kann man nicht dem demokratischen Entscheidungsprozess überlassen. Man braucht nur Inserate und Zeitungsartikel nachzuschlagen bzw. Rundfunkberichte zu hören, um die maßlose Kreativität bei der Begriffsverwendung einzusehen. Nachhaltigkeit hat sich zum regelrechten Hype entwickelt. Man kann nachhaltig anlegen, kochen, bauen, reisen usw. Mir ist sogar der widersprüchliche Ausdruck “nachhaltige Konsumgüter” begegnet. Der Grund für den Missbrauch dieses Begriffes ist natürlich seine positive Konnotation. Er legt nahe, dass ein Lieferant sich bewusst um das Klima kümmert und dass der Kunde sein Konsumverhalten sorgenlos fortsetzen kann. Es handelt sich also um Werbeslogans in nachhaltiger Verpackung. Wenn man in solchen Fällen überprüft, was das Adjektiv “nachhaltig” besagt, dann kann man öfters folgern, dass zwar irgendwo im Prozess einen ökologisch verantwortbaren Schritt gemacht wird, doch dass die Umweltbelastung insgesamt zunimmt. Nachhaltiges Bauen kann sich beispielsweise auf die Solidität der Materialverwendung bzw. auf die Energiesparsamkeit der Wohnungen beziehen. Wenn aber die Umweltkosten der Materialherstellung bzw. des Materialtransports sowie der Beförderung von Arbeitnehmern addiert werden, fällt die Bilanz negativ aus. Auf alle Fälle bedeutet eine permanente Wohnung eine dauerhafte Opferung von Gelände, d.h. von einem der ökologischen Rohstoffe. Nachhaltiges Reisen bringt öfter eine Zusatzzahlung mit sich, damit die CO2-Emission durch den Neuanpflanzung von Bäumen in Afrika ausgeglichen wird. Im Ernst? Erst nach Dezennien sind die aufgewachsen Bäume zu einer wirksamen CO2-Aufnahme fähig. Und wer hindert dann irgendeine chinesische Abbaugesellschaft daran, diese Bäume zu fällen? Hinzu kommt, dass CO2-Emission nur eins der Umweltprobleme ist. Zum Fliegen werden fossile Brennstoffe verbraucht; für die Herstellung eines Flugzeuges bedarf es Mineralien und Energie. Auch der Bodentransport, der dem Flug vorangeht, sowie viele andere Faktoren sind durchaus mit zu berücksichtigen.
Wir brauchen eine Definition der Nachhaltigkeit, die anthropogen ist, sondern auf dem Qualitätserhalt des Ökosystems beruht. Zur Begriffsdifferenzierung werde ich eine solche Nachhaltigkeit als “wirkliche“ Nachhaltigkeit bezeichnen. Das Ökosystem, in dem wir leben und arbeiten, verfügt über eine Anzahl ökologischer Vorräte (Ökogrundstoffe), die wir benutzen, wie trockenes und feuchtes Areal, Mineralien, fossile Energie, sauberes Wasser und reine Luft. Ein Ökonom wird diese Grundstoffe “Produktionsmittel“ nennen, aber für einen richtigen Ökologen haut diese Bezeichnung völlig daneben, weil wirtschaftliche Produktion diese Grundstoffe der Umwelt abgewinnt. Indes mache ich für Sonnenenergie eine Ausnahme, weil es sie in Überfluss gibt, wenn auch oft nicht in verwertbarer Form. Aber ihre Anfuhr ist wirklich nachhaltig. Alte Wirtschaften liefen nahezu vollständig auf Solarenergie und waren mithin nachhaltig. Eine moderne Wirtschaft darf als wirklich nachhaltig bezeichnet werden, sofern sich der Vorrat an Ökogrundstoffen nicht für immer verringert. Anders gesagt: so lange das natürliche Regenerationsvermögen unter eventuellem Einsatz von Solarenergie nicht beeinträchtigt wird.
Vor diesem Hintergrund dürfte die Begriffsbestimmung von Nachhaltigkeit im Bericht der niederländischen Landesanstalt für Gesundheit und Umwelt mit dem Titel “Die Niederlande in einer nachhaltigen Welt“ interessieren. In diesem lesenswerten Bericht werden fünf Nachhaltigkeitsindikatoren aufgeführt und kurz erläutert: der Human Development Index, der Environmental Sustainability Index, der Environmental Performance Index, der Happy Planet Index und der Index einer nachhaltigen Gesellschaft. Sie beziehen sich alle auf das Wohlbefinden der Menschen, das mit einer nachhaltigen Umwelt gleichgesetzt wird. Am deutlichsten kommt diese Gleichsetzung in der sogenannten ppp-Perspektive (people, planet, profit / Population, Planet, Profite) zum Ausdruck. Gegen diese Perspektive spricht jedoch, dass die drei Begriffe ungleichwertige Größen sind: unser Planet kann sehr gut ohne Menschen auskommen; aber wir können ohne die Erde nicht überleben. Anthropogene Definitionen sind prinzipiell unzureichend und führen zu ausschweifenden Diskussionen, in denen immer wieder Teilprobleme vorgebracht und vielleicht sogar (teilweise) gelöst werden, während ihre Gesamtkomplexität hinter dem Horizont verborgen bleibt. Leider müssen wir nach wie vor feststellen, dass die Teilprobleme zwar gelöst werden, doch dass sich die Nachhaltigkeit verringert.
Im Rahmen dieses Aufsatzes kann bereits die wichtige Schlussfolgerung gezogen werden, dass sich die Weltbürger besser der Grenzen ihrer begrenzten Kapazität, die Umwelt unversehrt zu erhalten, bewusst sein sollten.

Zeitskalen
Nachhaltigkeit impliziert eine zeitliche Dimension. Der Zeitraum, den wir bei Nachhaltigkeit vor Augen haben, muss eine gewisse Dauer haben, aber wie groß sollte er sein? Im Prinzip wird für Nachhaltigkeit eine unendliche Dauer beansprucht, aber dieser Anspruch ist unrealistisch und unpraktisch. Da es sich um anthropogene Eingriffe in das Ökosystem handelt, müssen wir uns auf einen Zeitraum von etwa zehn Generationen bzw. wenigen Jahrhunderten beschränken; es geht somit um eine langfristige Politik. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeitspanne brauchen wir uns jedenfalls nicht um nicht-anthropogene Veränderungen, wie z.B. den Einbruch einer neuen Eiszeit, zu kümmern. Zum anderen dauert sie lange im Vergleich zu einer Regierungsperiode.
Es gibt noch eine andere Zeitskala der Nachhaltigkeit. Sie wird in dem Verhältnis der Regenerationsgeschwindigkeit des Ökosystems zu dem Tempo, in dem wir die Ökovorräte verbrauchen, ausgedruckt.

Gibt es eine Kopplung zwischen Bevölkerungsdichte und dem Anspruch auf Ökovorräte?
Allerdings. Ihre Stärke hängt davon ab, wie die Bevölkerung mit ihrer Umwelt umgeht. Dies führt zu der Kernfrage, inwieweit wir unsere Wirtschaft und ihren Anspruch auf die Ökovorräte entkoppeln können. Sind wir imstande, die Schäden abzuschätzen, falls die Entkopplung nur teilweise gelingt, und sind wir wissentlich bereit, sämtliche Schadenrisiken zu akzeptieren? Für den Durchschnittsbürger und somit für den Durchschnittspolitiker ist Entkopplung ein frommes Ansinnen. Auch in Kreisen von Politikern lautet die These, sie sei technisch durchaus möglich (“Unsere Technologie genießt mein volles Vertrauen“). Es werden Beispiele angeführt, bei denen die Technologie den Energie- und Materialaufwand von Prozessen und Produkten reduziert hat. Diese Einstellung ist jedoch grundfalsch: sie verstößt gegen ein fundamentales Naturgesetz, und zwar gegen den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik. Immer muss für unsere Wirtschaft ein ökologischer Preis bezahlt werden; je intensiver die Wirtschaft, umso höher der Preis. Dazu ein kleiner Exkurs über die naturwissenschaftlichen Grundlagen.

Kopplungen aus naturwissenschaftlicher Perspektive
Die umringende Natur ist durch Kopplungen gekennzeichnet, deren wir uns oft nicht bewusst sind. Ein Beispiel aus der Biologie besagt, dass es ohne Raupen keine Schmetterlinge geben kann. Dennoch gibt es Leute, die die Raupen in ihrem Garten bekämpfen und dann darüber klagen, dass es so wenig Schmetterlinge gibt. Und wer bedenkt, dass die Existenz zweier Geschlechter mit dem Sterblichkeit des Individuums verbunden ist? Eine Kuh kann nicht wachsen und Milch geben, ohne Mist zu machen. Dem, der behauptet, diese Gegebenheiten seien technologisch zu entkoppeln, fehlt es an Bauernweisheit!
Es gibt nur eine Grundregel für endliche Mengen: alle ist alle, und dies trifft auch für den wirtschaftlichen Anspruch auf Ökovorräte zu. Entkopplung von Wirtschaft und Anspruch auf Ökovorräte ist nur dann möglich, wenn wir Verbrauchtes hundertprozentig wiederverwerten können, und dies ist prinzipiell unmöglich, ohne unsere Ökovorräte aufs neu zu benutzen. In einem vorgängigen Artikel 1) wurde der zweite Hauptsatz der Thermodynamik erläutert und mit Beispielen versehen. Der Hauptsatz besagt, dass wir kein perpetuum mobile zweiter Art erstellen können, d.h. eine Technologie entwickeln, bei der Wärme völlig in Arbeit umgesetzt wird, ohne weitere Benutzung von Energie und Ökogrundstoffen, bzw. gebrauchte Metalle in den Zustand reiner Elemente zurückgeführt werden, bzw. mit Schwermetallen verseuchtes Wasser in sauberes Wasser und reine Metalle zerlegt wird. Es ist unmöglich, Abfallprodukte zu den ursprünglichen Rohstoffen aufzuwerten ohne Aufwand von Energie und zusätzlichen Ökogrundstoffen. Technologie hilft uns ein bisschen, den Schaden zu verringern, beispielsweise im Fall sparsamer Automobile, aber die Wirtschaft kann nicht ohne Grundstoffen auskommen, weil wir nicht alles wiederverwenden können. Eine “cradle to cradle“ Prozedur mit ökologisch geschlossenem Kreislauf gibt es grundsätzlich nicht. Entkopplung ist nur möglich bei langsamen biologischen Prozessen, bei denen die Wiederverwertung völlig auf Kosten der Sonnenenergie geschehen kann. Aber das passt nicht zu unserer modernen westlichen Zivilisation. Es gilt nunmehr, ein nicht-anthropogenes Maß für den Verbrauch von Ökogrundstoffen ausfindig zu machen.

Der ökologische Fußabdruck
Dieser ist z. Zt. als Maß am praktikabelsten. Er bezeichnet die Erdoberfläche, die man braucht, um seinen Bedürfnissen (Essen, Trinken, Abfallentsorgung usw.) zu entsprechen. Man kann ihn pro Land, pro Person, pro Prozess und Produkt berechnen. Er hat den psychologischen Vorteil, dass man sich dabei etwas vorstellen kann. Jemand, der ein oder sogar mehrere große Häuser mit Klimaanlage besitzt, sich immer wieder neue, teure Autos zulegt, Pferde hält und dazu auch noch viele Flugreisen macht, lebt auf großem Fuß. Sein Name lautet z.B. Al Gore. Der Begriff des ökologischen Fußabdrucks ist weder einwandfrei, noch völlig daneben. In ihm fehlt beispielweise das Ausmaß der Toxizität von Abfallprodukten. Auch Mineralien werden nicht zur Genüge mit berücksichtigt. Trotz seiner Unvollkommenheit ist er als Maß wenigstens besser als die zahlreichen Indikatoren, die auf der ppp-Perspektive basieren.
Was besagt der ökologische Fußabdruck? In einer wirklich nachhaltigen Welt darf jeder Bürger 1,8 Hektare verwerten. Z. Zt. nutzt er aber 2,2 Hektare aus. Der globale Anspruch auf unsere Ökovorräte ist also mehr als 20% zu hoch. Der Fußabdruck etikettiert keine Ursachen für diese Überschreitung. Man kann sich aber vorstellen, dass globale Erwärmung eine von ihnen ist. Sie ist jedoch nicht die einzige; Mangel an sauberem Wasser und nutzbarem Gelände sind weitere Ursachen. Mit dem Aufkommen schnellwachsender Mega-Wirtschaften wie z.B. in China ist eine weltweite Verbesserung kaum zu erwarten. Der Fußabdruck pro Person ist überaus groß in den Golfstaaten (vieles muss eingeflogen werden) und in den US (9,6 Hektare pro Person, infolge eines durchschnittlich hochkonsumtiven Lebensstandards). Er ist dafür niedrig in vielen Entwicklungsländern. In den Niederlanden beträgt er 4,4 Hektare pro Person; er überschreitet damit das Nachhaltigkeitsgebot um 2,4 Hektare. Es handelt sich also keineswegs um wenige Prozente. Wenn aber die Berechnung des Fußabdrucks beispielsweise auf die Toxizität von Abfallprodukten erweitert wird, dann wird er bestimmt noch zunehmen. Der ökologische Fußabdruck ist eine apolitische Gegebenheit; er ist eine Tatsache, was wir auch von ihm halten. Was wir aber mit dieser Gegebenheit anfangen, ist eine rein politische Frage, und sollten wir uns für eine Vogel-Strauß-Politik entscheiden.

Wie geht es weiter mit der Bevölkerungspolitik?
In diesem Aufsatz werde ich mich auf die Niederlande beschränken. Es sind Wege und Mittel zu finden, den Fußabdruck diese Landes um 2,4 Hektare zu verringern. Momentan beträgt er FNied = FP x N, wobei FP der heutige Fußabdruck pro Person ist (4,4 Hektare) und N die Einwohnerzahl (17 Millionen). Der Produktwert kann gesenkt werden, indem entweder der Fußabdruck pro Person, oder aber N reduziert wird, und am besten beide zugleich. Meines Erachtens ist das erste illusorisch; wir sind zu sehr mit unserem hohen Lebensstandard und unserer guten Gesundheitsfürsorge usw. verwöhnt. Zweifellos gibt es Beispiele von Menschen mit einem idealistischen und ökobewussten Lebensstil, aber ich erwarte nicht, dass durch sie eine Verringerung des Fußabdrucks um 2,4 Hektare erreicht werden kann. Für den übergroßen Teil muss deshalb eine drastische Reduzierung von N herhalten. Ein entsprechender Vorschlag ist einstweilen ein Tabu, dennoch ist es nicht falsch, sich einmal die Niederlande mit 6,6 Millionen Menschen vorzustellen, in denen sämtliche heutige Errungenschaften nachhaltig aufrechterhalten werden. Eine Schrumpfwirtschaft kann sicherlich auch dazu beitragen, dass FNied reduziert wird, auch wenn lediglich eine Vergrößerung des Fußabdrucks verhindert wird. Allerdings ist eine Schrumpfwirtschaft schwer zu erreichen, weil stets weniger reichhaltige Ökovorräte angesprochen werden müssen, deren Abbau progressiv mehr Ökovorräte und Energie erfordert. Im Klartext: die Wirtschaft in einer Welt, die keineswegs nachhaltig ist, ist derart gekünstelt, dass der gesamte wirtschaftliche Metabolismus jedes Jahr beschleunigt werden muss. Demzufolge nimmt jegliche Nachhaltigkeit weiter ab.

Schlussbemerkungen
Selbstverständlich sind die Konsequenzen obiger Überlegungen weitaus eingreifender. Dies wird sich u.a. zeigen bei der Frage nach dem “Wie“ der Konkretisierung, bei Fragen der Verteilung der verfügbaren Ökovorräte zwischen armen und reichen Ländern, bei der Einlösung politischer und idealistischer Zusagen, wie z.B. die Rio Erklärung der Menschenrechte, die jedem das Recht auf Nachhaltigkeit zusichert, beim Bannen des Mythos, dass man Wirtschaftswachstum braucht, um Umweltprobleme zu lösen, während gerade Wirtschaftsschrumpf erforderlich ist, und beim Verzicht auf die herkömmliche Gewohnheit, alles in Geld auszudrücken: Ökovorräte sind weit wertvoller und überdies inflationsfrei. Es wird auffallen, dass der Terminus “Geld” nur ein einziges Mal in diesem Aufsatz verwendet wird. Am wichtigsten ist jedoch, dass die Tat- und Ursachen wirklich erkannt und nicht dauernd vertuscht werden.

1). J.Lyklema, Echte Duurzaamheid, een Natuurwetenschappelijke Aanpak. Civis Mundi 41 (2002) 154.

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