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Overpopulation Awareness is the website of Stiftung Der Klub der Zehn Millionen

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Die Welt ist für uns zu klein

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Freitag, 03 September 2010 16:21

Jetzt schrumpfen für später

1.         Begriff
Untersuchungen haben erwiesen, dass etwa 60 % aller Niederländer es hier zu voll finden. Wer der Meinung ist und sagt, dass die Niederlande voll sind mit Menschen, Beton und Asphalt, äußert seine Gefühle.
Leider aber fehlen die Kriterien, die uns die Möglichkeit schaffen, um auf einfache Weise festzustellen, ob ein Land zu dicht besiedelt ist oder nicht. Ohne diese Kriterien kann die Landesregierung sich damit beschränken um nur die Symptome der Überbevölkerung, wie die Stau- und Parkprobleme, zu bekämpfen. Das Problem der Überbevölkerung selbst wird nicht angesprochen. Inzwischen nähert sich die Einwohnerzahl auf 17 Millionen Menschen. Laut Prognosen des CBS (Zentralamt der Statistik) wird dies schon 2014 der Fall sein.
In demographischer Hinsicht ist dies eine aussichtslose  Lage für die Niederlande. Für viele Naturfreunde sind die Niederlande wahrscheinlich mit 7 Millionen Menschen schon zu dicht bevölkert. Baulöwen und Fabrikanten von Windeln  finden eine große Anzahl von Menschen vielleicht gar kein Problem. Auf die Dauer müsste die Bevölkerungsanzahl - unserer Meinung nach - wieder zurückgehen auf höchstens 10 Millionen Menschen. Es scheint , dass die Landesregierung kaum ahnt wie ernsthaft die Lage ist. Darum sind Bewusstmachung, das Tabu der Überbevölkerung zu brechen und eine breite gesellschaftliche Grundlage für eine Bevölkerungspolitik sehr wichtig.
 
2.         Gleichgültigkeit und Tabu
Je weniger Raum der Mensch besitzt für sich selbst - im wörtlichen und im übertragenen Sinne - um so mehr versucht er seinen Lebensraum zu vergrößern. Es entstehen dann soziale Probleme. In den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg unterstützte die niederländische Regierung die Auswanderung nach z.B. Kanada und Australien. 1977 veröffentlichte die Staatskommission Muntendam ihr Gutachten *) und schlug ausführliche Maßnahmen  vor, um das Problem der Überbevölkerung zu bekämpfen. Inzwischen aber hat das Engagement der Kommission Platz gemacht für Ergebenheit, Toleranz und Gleichgültigkeit bei den Bürgern und die Einwohnerzahl stieg von 13 Millionen auf über 16 Millionen. Das Thema Überbevölkerung ist eben tabuisiert . Und die Politiker schweigen.
Um die Lebensqualität der Niederlande zu schützen und um ökologisch zu überleben, müssen die Niederländer ihren Bevölkerungszuwachs aufs neue revidieren. Dies ist aber zwecklos, wenn wir nicht zur gleichen Zeit die Möglichkeit haben, die Grenzen zu schließen  für diejenigen die hier ansiedeln ohne jegliche Absicht später wieder wegzugehen.
 
*) Bevolking en welzijn in Nederland: Rapport van de Staatscommissie bevolkingsvraagstuk {Bevölkerung und Wohlbefinden in den Niederlanden: Gutachten der Staatskommission Bevölkerungsproblematik} festgestellt zu Leidschendam, Dezember 1976, (Vorsitzender P. Muntendam). Haag, Staatsverlagshaus, 1977. Ill.: XVIII, 292 S. ISBN: 90-12-01583-9.
 
3.         Keine Diskriminierung
Die Niederlande haben jetzt mehr als 16 Millionen Einwohner. Sie sind alle zweifellos freundliche Leute mit einer großen  Vielfalt von Hintergründen, Hautfarbe, Religion, Kultur und Sprache. Glücklicherweise wird in den Niederlanden nicht oder kaum diskriminiert. Jeder legale Einwohner, autochthon oder allochthon, gehört zu der niederländischen Gesellschaft. Leider sind nur wenige Menschen sich der niederländischen Notsituation bewusst. Schrumpfen der Bevölkerungszahl ist aber äußerst  notwendig. Für die notwendige Reduzierung der Bevölkerungszahl hat die Geburtenabnahme nur Sinn, wenn nicht auch der fortdauernden Immigration Grenzen gesetzt werden. Dies soll aber geschehen auf ethisch korrekter und demokratischer Weise ohne jede Diskrimination. Alle legalen Einwohner in den Niederlanden haben Recht auf Wohnsitz und können nicht gezwungen werden wider Willen weg zu gehen.
 
 
4.         Bevölkerungspolitik
Wenn z.B. Mißwirtschaft herrscht auf dem Gebiet der Schweinezucht kann der Schaden auf die Dauer von einigen Jahrzehnten wohl wieder korrigiert werden, falls die Gesellschaft sich dessen bewusst wird. Die heutige Politik der Geburten- und Immigrationsförderung werden den Bevölkerungsdruck und die gesellschaftliche Zerrüttung viel hartnäckiger beeinflussen. Eine Bevölkerungspolitik kann ein Prozess von Geburten- und Immigrationsabnahme in Gang setzen.
Im Rahmen einer Bevölkerungspolitik sind Maßnahmen notwendig. Aufklärung, Abschaffung von Vergünstigungen für (große) Familien und von steuerlicher Benachteiligung von einzelnen Personen gegenüber Ehepaaren sind nur einige derartiger Maßnahmen,die wir beschreiben in unserer Broschüre  »Beleidsvoorstellen« (Vorschläge zur Politik). In dieser Broschüre werden in 7 Rubriken 24 konkrete Maßnahmen aufgeführt. Noch einige Beispiele: ein Signal geben, dass Kinderkriegen und –die Kindererziehung  an erster Stelle eine Sache der Eltern und nicht der Regierung ist. In der Grundschule  sowie auch in der Oberschule kann ein Teilfach ‘Bevölkerungspolitik’ integriert werden. Gastarbeit sollte diesbezüglich eingeschränkt werden zur Kontraktarbeit; man sollte mehrArbeitsmöglichkeiten in den Entwicklungsländern schaffen.
Im Dienste einer Bevölkerungspolitik folgen hier einige einfache Vorschläge für mögliche Kriterien, mit Beispielen, nicht aber mit entsprechenden Lösungen.
 
5.         Ernährungslage
Das Grundareal der Niederlande ist etwa 3,5 Millionen HA. Etwa 2 Millionen HA davon ist Agrargebiet (Landwirtschaft, Viehzucht, Gartenbau, usw.) oder um 60 % des ganzen Grundareals; die übrigen 40 % werden genutzt für Wohnungen, Infrastruktur, Betriebsgelände, Wald, Natur und Erholungsgebiete. Eine international applizierte Regel geht vom Prinzip aus, dass eine Person dauernd durchschnittlich 0,5 HA braucht für einige gut variierte Mahlzeiten pro Tag. Sollte (ausgehend von diesen 0,5 HA pro Einwohner) aller fruchtbarer Grund in den Niederlanden genutzt werden für die Produktion von Lebensmitteln, dann könnten nur 4 Millionen Menschen damit ernährt werden. Einige Erweiterungen des Landwirtschaftsareals könnten realisiert werden durch noch mehr Einpolderungen und Verkleinerung der Natur- und Erhohlungsgebiete. Dies bedeutet eine noch gröβere Belastung für die Natur und die Umwelt, indessen der Nutzeffekt ziemlich klein sein wird wegen des gewaltigen Unterschieds zwischen unserer heutigen Einwohnerzahl von 16 Millionen gegenüber den 4 Millionen Menschen die mittels unseres heutigen Landwirschaftsareals ernährt werden können. Inzwischen wächst das weltweite Bedürfnis an Landwirtschaftsareal, wäherend dessen weltweit das Landwirtschaftsareal abnimmt. Die wichtigsten  Ursachen davon sind  Erosion, Bevölkerungszuwachs, mehr und größere  Häuser, mehr individuelle Raumnutzung und die Konstruktion von Wegen und Betriebsgeländen.
 
6.         Extra Grundnutzung
Unmengen von Lebensmitteln werden eingeführt um den Bedarf der niederländischen Bevölkerung zu decken. Hierzu werden fruchtbare Gebiete in anderen Teilen der Welt gebraucht. Ausserdem werden auch noch große Flächen genutzt für die Produktion von Fasern (wie Baumwolle und Jute) und für Holz um unseren Bedarf an Baumaterialien  und Papier zu befriedigen.
Die Niederlande haben (in Geld angegeben) eine wichtige Ausfuhr von Agrarprodukten, meist aus Gartenbau und Viehzucht. Hierdurch kann das Bild  entstehen, dass die Lage des Landwirtschaftsareals nicht so gravierend ist. Wenn man sich diese Lage etwas genauer ansieht, zeigt sich ein weniger günstiges Bild. An erster Stelle muss alle Grundnutzung für Ausfuhr kompensiert werden mittels extra Einfuhr von Lebensmitteln oder Landnutzung in anderen Teilen der Welt.
An zweiter Stelle hat insbesondere  die Agrarproduktion einen stark industriellen Charakter, d.h. es gibt einen großen  Input von Energie und gekauften Grundstoffen. Dazu stammt die Gartenbauproduktion zu einem großen  Teil aus geheizten Gewächshäusern wozu gewaltige Erdgasmengen (gegen speziellen niedrigen Einkaufspreis!) benötigt werden.
Die niederländische Schweine- und Geflügelzucht (bzw. ± 12 Millionen und ± 100 Millionen Tiere!) ist wesentlich vom eingeführten Futter abhängig (z.B. Mais aus den USA und Kassavenmehl aus Thailand) Auch hierfür braucht man im Ausland große Anbauflächen. In den Niederlanden selbst wird für dieses Zuchtsystem nur wenig Grundareal genützt; die Tiere bleiben ihr ganzes jammervolles Leben dicht aufeinander gedrängt in gewaltigen Koben- und Stallkomplexen. Nicht umsonst wird gesprochen von ‘Bioindustrie’. In den Niederlanden bleibt aber ein sehr ernsthaftes Ökologieproblem: der Überschuss an Stallmist.
Damit wir den Eigenbedarf decken können, benötigt die niederländische Bevölkerung ein über der ganzen Welt verteiltes Gesamtareal das 5 Mal größer ist, als der ganze niederländische Grundbesitz (etwa ebenso groβ wie ganz Deutschland). Dieses Areal wird wohl bezeichnet mit unserem »ökologischen Fußabdruck «. Man kann also sagen, dass wir im wörtlichem Sinn »auf großem Fuß leben«. Aus dem Obenstehendem ergibt sich deutlich wie absurd die viel gehörte Meinung ist, dass die Niederlande gar nicht zu dicht besiedelt sind. Dies wird unterstrichen mit der Behauptung, dass wir mit 465 Einwohnern pro Quadratkilometer  einen guten Lebensstandard wahren können.
Wir können unser Land vergleichen mit einer Großstadt : eine Stadt wie Amsterdam zählt in ihren Stadtgrenzen eine Bevölkerungsdichte in der Ordnung von 5000 Menschen pro Quadratkilometer . Doch genießen  die Einwohner einen ordentlichen Lebensstandard. Es ist aber eine klare Sache, dass das Leben der Einwohner völlig abhängt von einer fortdauernden Einfuhr von Lebensmitteln und anderen Produkten: Sehr deutlich wird das gezeigt durch das Schicksal einer in Kriegszeit belagerten Stadt: wenn die Vorräte aufgebraucht sind, verschwinden die Überlebensmöglichkeiten sehr schnell.
Die aus der ganzen Welt eingeführten Produkte die wir brauchen, sind enorm und ebenso die Energieversorgung. Dies ist nur möglich weil die Energiepreise tatsächlich absurd niedrig gehalten werden. Sie zeigen nicht die Unendlichkeit der Vorräte von fossilen Brennstoffen auf der Erde, ganz zu schweigen von der dauernden Zunahme des CO2 -Gehaltes  der Atmosphäre und des damit verbundenen ‘Treibhauseffekts’. Ende des 19. Jahrhunderts war das CO2 -Gehalt  in der Atmosphäre 280 ppmv (parts per million of volume); momentan gibt es etwa 360 ppmv dieses Treibhausgases in der Atmosphäre.
Nur mit 5 Millionen Menschen sind die Niederlande im Stande das Naturkapital der Erde aufrecht zu erhalten und von der jährlichen Rente zu leben ohne dass dadurch Raubbau getrieben wird mit der Natur. Die Gesamtsumme bleibt dann noch bis zum Ende der Zeiten für unsere Nachkommenschaft unberührt. Mit anderen Worten, eine dauerhafte Gesellschaftsform wäre möglich auf Grund einer Bilanz zwischen Konsum und Produktion von Lebensmitteln und Energiequellen.
 
7.         Trinkwasser
Es klingt vielleicht unwahrscheinlich, aber es gibt in einem ‘wasserreichem’ Land wie die Niederlande Mangel an gutem Trinkwasser und dieser Mangel wird nur noch größer wenn die heutigen Entwicklungen fortdauern. Schon seit alten Zeiten ist das Fördern  von Grundwasser die wichtigste Quelle. Ergänzung fand genügend statt mittels des natürlichen Überflusses von Regenwasser das in den Boden versickerte. Der Boden funktionierte als Filter. Deshalb hatte das Grundwasser im allgemeinen Sinn eine gute Qualität und brauchte nur wenig Nachbehandlung. Der gewaltige Aufschwung der Wasserverwendung hat die Bilanz zerstört und in großen Gebieten den Grundwasserspiegel gesenkt. Dies war die Ursache, dass Naturgebiete austrocknen und rettungslos qualitativ d.h. in biologischer Vielfältigkeit  zurückgehen.

Es ist nicht nur die Quantität des Grundwassers die nicht mehr ausreicht, es ist auch die Qualität die weniger wird. Dazu müssen wir damit rechnen, dass die Qualität noch schlechter wird wegen mehrerer Verschmutzungen die auf und in den Boden einwirken. Wahrscheinlich ist der schlimmste Faktor das furchtbare Problem der Gülle in den Betrieben der intensiven  Viehzucht (die sogenannte Bioindustrie). Es handelt sich hierbei um einen langfristigen langsamen Prozess. Selbst wenn heute die Überdünung beendet wird, dauert es noch sehr lange bis das Grundwasser wieder eine gute Qualität hat. Wahrscheinlich ist diese Verschlechterung ein irreversibeler Prozess.
Der unzureichenden Quantität des Grundwassers zufolge wird immer öfter Trinkwasser gewonnen aus Oberflächenwasser: Flüssen und Seen. Fast 100 % davon ist Wasser das vom Rhein und Maas nach unserem Land geführt wird. Diese Flüsse haben auf ihrem Weg Abfallwasser aus dicht bevölkerten und stark industrialisierten Gebiete der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Belgien aufgenommen. Mit Vorsicht gesagt, lässt hierdurch die Wasserqualität zu wünschen übrig. Die Aufbereitung des Wassers kostet sehr viel Geld. Eines der Reinigungssysteme ist Infiltration in den Dünen: Aus den Flüssen wird das Wasser durch große Röhren zu den dazu vorgesehenen Teichen in den Dünen gepumpt. Aus diesen Teichen soll das Wasser durch den Boden in das Grundwasser fließen. Danach wird es von dort aus  von den Trinkwasserbetrieben von einigen Großstädten  als Dünenwasser aufgepumpt.
Die Reinigung des Flusswassers wird immer aufwendiger. Dadurch wird Wasser immer teuerer. Mit den heutigen mehr oder weniger unmittelbar zur Verfügung stehenden Trinkwasservorräten und Reinigungsanstalten gibt es Trinkwasser für nur 10 Millionen Menschen. Die Anlieferung von mehr Trinkwasser ist nur möglich mit großen Geldbeträgen. Dazu bleibt die Frage aufrecht, ob der Mensch unbegrenzt weiter gehen darf um die Natur gefügig zu machen, oder ob er lernen soll sich mit allen seinen Bedürfnissen und Wünschen an die Natur anzupassen.
 
 
8.         Enorme Bebaungsdichte
Viele Flächen werden für Wohnungen und Betriebsgebäude genutzt. Die Bevölkerungszunahme machte eine rasche Erweiterung des Wohnungsbestandes notwendig. Zwischen 1962 und 1992 wurde die Wohnungszahl verdoppelt von 3 Millionen auf 6 Millionen. Die Lösung wurde gefunden in Hochbau. Schon bald ergab sich, dass dies nicht die richtige Lösung war, die Verrottung der Innenstädte nahm  zu. Hochbau ist auch ein Symptom der Überbevölkerung und vergroßërt die Bevölkerungsdichte an gleicher Stelle. In den ’70er und ’80er Jahren  entstanden die dichtbevölkerten Innenstadtviertel ohne Atmosphäre mit engen Wohnungen und kleinen Gärten. Die wenigen öffentlichen Plätze in den Stadtvierteln  sind durch den Verkehr und die vielen geparkten Pkws zu. Wir haben Mitleid mit den Kindern die in diesen Stadtvierteln aufwachsen müssen.
In ökonomischer Hinsicht ist Hochbau notwendig wegen der großen  Anzahl Menschen in den Städten. In menschlicher Hinsicht ist es unvernünftig und unverantwortlich viele Menschen dicht aufeinander wohnen zu lassen. Das südöstliche Stadtviertel von Amsterdam (der sogenannte Bijlmer) ist ein gutes Beispiel wie man es nicht machen soll. In dem Ballungsraum im Westen der Niederlande wohnen etwa 10 Millionen Menschen in sogenannten Schlafstädten und Außenvierteln ohne Seele. Dort ist der Raummangel gut spürbar. Der Architekt der behauptet, dass in den Niederlanden ohne Schwierigkeit 10 Millionen Häuser stehen können, wohnt selbst höchstwahrscheinlich in den Ardennen in Südostbelgien. Der Mensch ist nicht geschaffen für große Mengen. Eine große Menge ist nur angenehm wenn man weiß, dass man diese auch wieder schnell verlassen kann. Wer z.B. in Australien die Stadt hinter sich lässt, befindet sich in der Mitte eines Niemandslandes. Aber wer in den Niederlanden aus Amsterdam oder Rotterdam weggeht, befindet sich sofort wieder in einer anderen Stadt. Und überall ist das Gleiche : Nicht nur außer Kontrolle geratene Fußballkämpfe und Popkonzerte, sondern auch die ‘übliche’ tägliche Lärmüberbelastung, die Verschmutzung und die Aggression.
 
9.         Geburten
Seit 1910 ist die Zahl der Niederländer stark gestiegen, von 5 Millionen bis auf 16 Millionen Menschen in 2001. Und diese Zahl ist hauptsächlich verursacht worden durch die Familieneinstellung (keine Geburtenregelung) vom Fortpflanzungsbenehmen im Laufe der Jahre der autochthonen Niederländer. Insbesondere  bei den letzten vier Generationen ist der Zuwachs groß gewesen. Eine Zunahme von 11 Millionen Menschen in weniger als hundert Jahren ist viel für ein so kleines Land.
Zwischen 1950 und 1970 hatten die Niederlande im Vergleich zu den Nachbarländern eine hohe Geburtenrate.. Jedes Jahr wurden fast 250.000 Kinder geboren. Am Ende der 60’er Jahre kam es zu einem Umschlag. In den Jahren 1970 - 1975 sank die Geburtenzahl mit 30 %. Auch die Bevölkerungsprognosen konnten angepasst werden. 1975 wurde für 1. Januar 2000 eine Einwohnerzahl von 14,3 Millionen berechnet. Demzufolge würde die Bevölkerungszunahme stagnieren bzw. weiter zurückgehen. Das Interesse in der Bevölkerungszunahme war also rasch verschwunden. Es hatte den Anschein, dass das Problem sich selbst lösen würde. Am Anfang des neuen Millenniums  bekamen etwa 25 % der niederländischen Frauen keine Kinder. Trotzdem ist die Kinderzahl pro Frau noch immer 1,7. Daraus könnte man vorhersagen, dass die Bevölkerung in den kommenden Jahren schrumpfen wird. Leider ist davon kein Wort wahr.
Als Auswirkung der großen Geburtenwelle im Zeitraum bis 1970 gibt es noch immer einen beträchtlichen Geburtenüberschuss. Im Jahre 2000 gab es in den Niederlanden etwa 206.500 Geburten. Wenn man davon die Sterbeziffer (± 140.500) abzieht, bleibt ein Geburtenüberschuss im Höhe von 66.000 übrig. Dieser Geburtenüberschuss könnte auf die Dauer zurückgehen und am Ende wechseln in einen Sterbeüberschuss. Die Wirklichkeit ist völlig anders. Nach 1985 wuchs auch die Geburtenanzahl wieder; die Großfamilie  kam wieder in Mode und auch durch den unerwarteten Zuwachs der Immigration mussten  die Prognosen jedes Jahr wieder nach oben angepasst werden.
 
10.       Immigration
Auch die Entwicklung des Einwanderungsüberschusses (Unterschied zwischen Auswanderung und Einwanderung) hat seinen Einfluss. Der Anteil des Migrationsüberschusses in der gesamten Bevölkerungszunahme wächst schnell. Wegen eines weniger schnellen Zuwachses in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts gab es in vielen westeuropäischen Ländern schon lange keinen Geburtenüberschuss mehr. Dadurch wurde der Anteil des Migrationsüberschusses in der gesamten Bevölkerungszunahme schnell größer. In vielen westeuropäischen Ländern wird die Bevölkerungszunahme nur beeinflusst vom Migrationsüberschuss.
In den letzten 30 Jahren stieg die Zahl der eingewanderten Fremdarbeiter und Flüchtlinge von einigen Tausenden auf 133.000 pro Jahr (Quelle: CBS 2000). Der Migrationsüberschuss beträgt jährlich etwa 54.000 Menschen (CBS 2000). In der Vergangenheit haben sich wohl öfter Menschen hier einen neuen Wohnsitz gesucht, z.B. Hugenotten, Juden, Inder, Katholiken, Flamen und Wallonen. Sie stammten aus allen Gesellschaftsschichten, gebildet und ungebildet. Diese Leute fanden ihre Plätze in der niederländischen Gesellschaft die für sie auch Plätze frei hatte. Durch ihr eigenes Verhalten und wegen der kleinen Zahlen war eine rasche Integration kein Problem. Inzwischen sind die Niederlande aber übervölkert. Die Grenze der Zulässigkeit ist überschritten. Unter diesen Umständen hat auch eine Geburteneinschränkung nur wenig Sinn. Es gibt ganz einfach Mangel an Lebensraum. Und doch kommen hierher jedes Jahr noch viele Menschen. Es ist aber auch die Rede von Auswanderungen, aber vom Gleichgewicht zwischen einwandern und auswandern ist gar nicht die Rede. Alles zusammen hat es in diesem Lande niemals echte Rassenprobleme gegeben. Und dies soll immer so bleiben. Wir dürfen aber die Toleranz nicht zu sehr ausweiten und damit zu viele Menschen ins Land lassen.
 
11.       Remigration
Die Angabe von 16 Millionen Menschen bedeutet eine Katastrophe für unser Land. In den Nachkriegsjahren führte die niederländische Regierung bei einer Einwohnerzahl von 10 Millionen Menschen eine Auswanderungspolitik durch.1977 erschien die Studie der Staatskommission Muntendam in der eine aktive Auswanderungspolitik vorgeschlagen wurde. Aber mit mehr als 16 Millionen Einwohnern ist das Wort Überbevölkerung in den Niederlanden ein Tabu geworden. Im Allgemeinen könnte an eine Auswanderung eine Leistungsgenehmigung gekoppelt werden zur Überbrückung des Wohlstandunterschiedes.
Daneben soll anerkannt werden, dass ein Einwanderungsüberschuss zu einer grossen Geburtenzahl führt. Ein großer Teil der Einwanderer besteht aus Jungerwachsenen die nach ihrer Ankunft in den Niederlanden eine (meist große) Familie gründen, genauso wie dies in ihren Herkunftsländern üblich ist. Durch die Art und Weise wie wir in den Niederlanden die Sachen wie Geburten- und Einwanderungsüberschuss betrachten, bleibt diese Angelegenheit ein unbeherrschbare Tatsache 
 
12.       Beförderung
Die Zunahme des Mobilitätsbedürfnisses der immer wachsenden Anzahl von Einwohnern wird auf die Dauer den forensischen sowie auch Erholungsverkehr immer schwieriger machen. Wenn die Bevölkerungszahl nicht schrumpft, wird der Strassenbau niemals aufhören. Jede Lösung der Verkehrsprobleme wie Schlangen und Stau ist nur Symptombekämpfung. Außerdem ist es ein Selektionsmittel. Wer es sich leisten kann, fährt einfach mehr. Auch kann man dabei denken an die Maßnahmen  die in Venezuela eingeführt wurden: Fahrverbot am Montag für diejenigen deren Autonummer mit einem bestimmten Buchstaben beginnt. Inzwischen werden in der Hauptverkehrszeit an mehreren Stellen die Seitenstreifen als Fahrstreifen gebraucht, obschon diese nur für die Verkehrssicherheit gebaut wurden. Wieder Symptombekämpfung.
 
13.       Arbeitsmöglichkeit
Völlige Arbeitsmöglichkeit ist wichtig. Das steht jedoch zur Debatte. Je mehr Menschen es gibt, je mehr Arbeitsmöglichkeiten müssen vorhanden sein. Mehr Arbeitsmöglichkeiten bringen auch viele Nachteile mit sich, wie z.B. Raumbedürfnis, Verkehrsdruck, Umweltverschmutzung, mit immer mehr Risiko von dauernden Umweltschäden, mehr Wasserverbrauch und weniger Natur pur. Wenn wir die völlige Arbeitsmöglichkeit als Ausgangspunkt  festhalten wollen, soll die Einwohnerzahl beschränkt werden. Eine Abnahme der Arbeitslosenzahl in den Niederlanden ist unser Streben. Im Widerspruch hierzu ist die Zulassung von Einwanderern, Grenzgängern und ausländischen Arbeitern. Mit anderen Worten: Wir haben unsere Wirtschaft für ein gutes Leben aufgebaut und auch, damit  andere Gesellschaften daran teilnehmen können. Wir wollen jedoch nicht, dass unsere Gesellschaft benachteiligt wird.
Anderswo nimmt die Arbeitsmöglichkeit bestimmt nicht zu, wenn wir soviel wie möglich Arbeit hierher holen. Richtige Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Entwicklung von armen Ländern braucht eher eine umgekehrte Politik. Daraus folgt, dass wir anderen  helfen sollen auf ihrem Weg zum Wohlstand damit sie nicht aus ihrem Land auswandern müssen.
 
14.       Erholung und Stress
Eine wachsende Bevölkerung mit viel Freizeit braucht Erholungsraum. Dieses Bedürfnis wird größerdurch die modernen Mobilitätsmöglichkeiten. Es gibt keinen der es den Menschen abnehmen will. Aber schon viel Erholungsraum in der Natur ist verschwunden, und das kleine Gebiet, das noch übrig geblieben ist, wird zu intensiv benutzt. Man soll sich entscheiden: Entweder weniger Menschen oder weniger Erholung und Natur. Wir brauchen jedenfalls immer mehr Fläche für den Bau von Wegen, Häusern, Bürogebäuden, Industriegebieten sowie auch für Landwirtschaft und Viehzucht. Und dazu wollen wir noch Naturgebiete erhalten. Aber in den Niederlanden ist nicht viel Platz mehr frei. Wir wohnen so dicht aufeinander und der Raummangel ist so drückend, dass mehr Wege, mehr Radwege und mehr Züge schon seit langer Zeit keine Lösung mehr sind.
 
15.       Die freie Natur
In den letzten Jahrhunderten war der Mensch in den Niederlanden die Ursache, dass Brachland und freie Natur verschwanden und dass eine große Anzahl von Tierarten und Pflanzen abgenommen hat. Die wichtigste Ursache davon ist die Destruktion von geschickten Biotopen, meist weil diese von den Menschen »stibitzt« wurden und für eigene Zwecke kultiviert. Aber: Verschiedenheit von Lebensformen, d.h. viele Arte in vielen Ökosystemen für die Regulierung von natürlichen Entwicklungen wie z.B. Pflanzenbestäubung und Krankheitsschutz.
Einer immer schneller fortgehenden technologischen Entwicklung in den letzten Jahrhunderten zufolge, konnte  der Mensch seine Lebensmöglichkeiten stark ausbreiten. Dies alles ging auf Kosten anderer Lebensformen (Tiere und Pflanzen), womit wir die irdischen Ressourcen teilen müssen. Besonders in den Niederlanden steht die freie Natur unter schweren Druck. Die Erhaltung von Naturgebieten ist eine gute Sache, die bestimmt fortgeführt werden sollte.. Aber Organisationen wie Greenpeace und Natuurmonumenten (der wichtigste niederländische Naturschutzverein) sowie auch viele andere Naturschützer kämpfen gegen Windmühlen, wenn der Mensch nicht einen großen Schritt rückwärts macht zu Gunsten der Natur. An die Natur ist er übrigens selbst interessiert, da er die für sein eigenes Überleben braucht. Es gibt keine Satzung für Tierrechte. Hätten es die Tiere und Pflanzen entscheiden können, so wäre nach 1800 wahrscheinlich gar niemand mehr zusätzlich ins Land gekommen und die Anzahl Menschen wäre bei 2 Millionen geblieben. Wildtiere wie Füchse, Wölfe, Pferde, Hirsche, Wildschweine und Biber wohnten schon immer in diesem Lande. Dass es diese Tiere auf unserer Erde überhaupt noch gibt, verdanken wir der Tatsache, dass es außer der Niederlande noch Gebiete gibt wo der Druck der Menschen nicht so große ist wie hier, obschon die Einwohner auf wirtschaftlichem Gebiet viel schlechtere Lebensumstände haben als wir! Also zeigt sich hier wieder ein Beispiel, dass wir in den Niederlanden einen verantwortungslosen, sogar asozialen Bevölkerungsdruck haben.
Es möge klar sein, dass es anständigerweise auf diesen kleinen Flächen nur Platz gibt für eine kleine Gruppe Menschen wohnhaft in einer großen Stadt und weiter in Kleinstädten und Dörfern, die in die ländliche Umgebung eingegliedert sind wie es in Dänemark der Fall ist. Von einer idealen Situation wäre nur die Rede, wenn die Hälfte der niederländischen Landschaft bestehen bleiben würde als reine Naturgebiete, die ökologisch, biologisch, landschaftlich, geschichtlich, touristisch und erholsam ihren Platz wert wären. Eine gleiche Situation gab es vielleicht noch in 1800 als hier noch kaum 2 Millionen Menschen wohnten, vielleicht auch noch in 1900, sei es in geringerem Masse, als hier 6 Millionen Menschen wohnten.
 
16.       Energie
Die Natur bietet den Menschen fossile Brennstoffe wie Öl und Gas. Aber diese versiegen. Außerdem verursacht die Anwendung dieser Brennstoffe weltweite Umweltprobleme wie zum Beispiel der  Treibhauseffekt. Die Anwendung von Sonnenenergie ist zwar eine Alternative, aber sie braucht dafür viel Land: Etwa 20 % des totalen europäischen Grundgebietes wäre nötig, um für Europa alle notwendige Sonnenenergie anwenden zu können. In den überbevölkerten Niederlanden mit verhältnismässig wenig Sonnenstunden gibt es  hierfür viel zu wenig Platz. Außerdem würde die Erweckung von dauerhafter Energie mittels Sonnenzellenplatten, Holz, Pflanzenöl und Pflanzen für die Methanolerweckung auf Kosten der Lebensmittelproduktion gehen. Überdies wäre die Umsetzung von Lebensmitteln in Energie ein sehr wunderbarer Erfolg, wenn in Betracht genommen wird, dass in der modernen Landwirtschaft sehr viel fossile Energie gebraucht wird. Auch der Bau von Windturbinen nimmt viel Platz in Beschlag, außerdem eignen sich viele Örtlichkeiten nicht wegen geringer Windkraft und Verschandelung der Landschaft. Die Zeit drängt, denn fossiler Brennstoff als Energiequelle ist fast Geschichte und auch die Holzvorräte in der Welt werden schnell weniger.
 
17.       Bevölkerungsdichte
Die Stiftung »De Club van Tien Miljoen« setzt sich ein für ein weniger dicht bevölkertes Europa und eine weniger dicht bevölkerte Welt. Die Niederlande und Belgien  (mit bzw. 16 und 10 Millionen Einwohnern und durchschnittlich 491 und 341 Menschen pro KM²) könnten ihre Bevölkerung schrumpfen lassen als Beispiel für andere Länder. In unserer Broschüre »Een volledige bezetting« (Eine völlige Besatzung) erklärt die Stiftung wie die niederländische Bevölkerung im Laufe der Zeit zugenommen hat. Es folgen laut Tabelle die Ziffern der Bevölkerung der Niederlande im Vergleich zu anderen Ländern.
 
Bevölkerungsdichte pro km²
Kanada
3
China
139
Rußland
9
Deutschland
230
Ver. Staaten
32
Indien
355
Mexiko
57
Japan
341
Irland
60
Belgien
341
Frankreich
99
Niederlande *
491
Nigeria
161
Taiwan
638
Dänemark
127
Bangladesh
1083
Luxemburg
190
 
 
* Ausgenommen IJsselmeer, Wattenmeer, seeländische Wasser.
 
Es ist überzeugend, wenn man die Bevölkerungsdichte der Niederlande vergleicht mit den Verhältnissen in den benachbarten Ländern Dänemark, Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Wer eines dieser Länder kennt, versteht wieviel immaterieller  Reichtum uns in den Niederlanden der Überbevölkerung zufolge vorenthalten wird. Und wer die niederländische Lage am Anfang des 20. Jahrhunderts vergleicht mit der heutigen Lage, erfährt dasselbe.
Eine zu hohe Bevölkerungsdichte kann die Freiheit des Individuellen Menschen einschränken. Mehr Freiheit für Einen (zuerkannt oder sich selber zugelegt) kann mit sich bringen, dass es dadurch für den Anderen weniger Freiheit gibt. Also kann der Bau eines Autoweges dem Einen Raum geben und gleichermaßen  dem Anderen sein Naturerlebnis einschränken. Ergo können mehrere Freiheiten in zunehmendem Masse die meist fundamentale Freiheiten von anderen Personen angreifen.
 
18.       Überalterung
Sehr oft wird der Begriff Überalterung gebraucht als Argumentation, die Bevölkerung nicht zu bekämpfen. In einer überalterten Gesellschaft würden zu wenig Leute zur Verfügung stehen, um alle notwendigen Arbeiten zu leisten. Besonders würde die Pflege in den Altersheimen zu kurz kommen. Über diese Materie hat die Stiftung eine Broschüre veröffentlicht unter dem Titel »Vergrijzing« (Überalterung). Darin wird die Untauglichkeit diesesArguments auf guten Gründen nachgewiesen. Ein wichtiger Faktor ist die Tatsache, dass in der Kategorie 20 - 64 jährigen  sehr viele Menschen keine Arbeit leisten (z.B. 1997 etwa 35 % wovon 25 % mit einer Sozialunterstützung). Die Arbeitsreserve ist noch so groß, dass jedes denkbare Überalterungsausmass ganz einfach aufgefangen werden kann. (Sehe unsere Broschüren: »Vergrijzing als onnodig spookbeeld« (Überalterung als unnötiges Gespenst) und »De vergrijzing geen probleem« (Die Überalterung kein Problem).
 
19.       Asylbewerber
In den Niederlanden hat es viele Geburten und viele Einwanderungen gegeben. Für die notwendige Schrumpfung der Einwohnerzahl hat eine Abnahme der Geburtenzahl keine Bedeutung, wenn nicht auch Grenzen gestellt werden gegen die andauernde Immigration. Wenn man keine klare Idee hat über die Anzahl der Geburten sowie auch die Zahl der Einwanderer, ist eine gleichmäßige und verantwortungsvolle Bevölkerungspolitik nicht möglich. Nur mit diesen Daten im Gedanken kann eine vernünftige Diskussion über die notwendige Einwanderungspolitik geführt werden. Ohne eine dergleichen Kombination deutet eine Diskussion über Einstellen oder Beschränken der Zulassung von Asylbewerbern auf Willkür.
 
20.       Illegalität
Die Zahl der illegalen Personen in den Niederlanden wird geschätzt auf mehr als 100.000 Menschen. Illegal bedeutet: Verstoß gegen das Gesetz: In das Land einreisen ohne Ausweis und hier wohnen ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Die niederländische Regierung und die europäische Kommission spenden viele Millionen Euros für Ausweise und Grenzschutz. Dies würden sie nicht tun, wenn dies nicht lebenswichtig wäre für die Niederlande oder für die Europäische Union. Illegaler Aufenthalt ist sicherlich ein ernster Verstoß gegen das Gesetz. Jeder Niederländer der hier versucht sich einem Gesetz zu entziehen, ist strafbar.Warum gelten dann nicht die Gesetze für alle? Das Gesetz muss auch gelten für ‘Menschenhändler’ und diejenigen, die »Kirchenasyl« geben an diejenigen, die nicht weiter prozessieren dürfen. Illegalität bedeutet Durchlöchern useres Gesetzsystems und macht eine Bevölkerungspolitik unmöglich.
 
21.       Flüchtlinge oder Verfolgte
Mehr als 50 Millionen Menschen irren  auf dieser Welt umher und sind rechtmäßig auf der Suche nach Sicherheit und bessere Lebensumstände. Ihre Zahl steigt. Es wird ihnen klar sein, dass es sich hauptsächlich handelt um Menschen, deren ökonomische Lebensumstände absolut nicht ideal sind. Nach menschlichem Ermessen hätten viele Menschen aus Asien, Afrika und Südamerika ihre Motive, um ihr Land zu verlassen. Aber was bedeutet verlassen? Unter verlassen verstehen wir, wenn diese Menschen aus »wirtschaftlichen und rationellen Gründen versuchen, sonstwo ein neues Leben zu beginnen«.
Es gibt sicherlich zwei Milliarden Menschen in lamentablen  Verhältnissen. Es ist dann nicht schwierig zu publizieren, dass diese Menschen im Prinzip willkommen sind, weil man sie nicht aufhalten kann. Ebenso einfach ist es um dann und wann illegale Flüchtlinge nachher zu legalisieren wie dies schon öfter in Europa getan wurde. Es ist aber weniger eine Geste von spätem Mitgefühl als eine Geste von Ohnmacht, Ignoranz und Mangel an Weitsicht.
Der Genfer Flüchtlingevertrag stammt aus 1951. Im Vergleich zu der Gegenwart handelte es sich damals um sehr kleine Anzahlen von Menschen. Es handelte sich um individuelle Personen, die im freien Westen eine Unterkunft bekamen. Der kommunistische Ostblock war unser grösster Lieferant. Viele Menschen aus Polen oder der DDR nach hier kommen zu lassen, ist niemals Absicht gewesen. Es hatte vielmehr eine politische Signalfunktion in jenen Regimen und es bestätigte unser Selbstgefühl. Es handelte sich auch nicht um ökonomische Flüchtlinge, sondern um Menschen aus der Sovietunion und aus den chilenischen Fussballstadien. Es handelte sich um dissidente Schriftsteller, andere politische Verfolgte und Kriegsopfer aus z.B.Vietnam. Für diese Menschen soll der Vertrag immer gelten, ungeachtet ihre Anzahl. Würden wir uns heutzutage beschränken auf nur individuelle Opfer von schrecklichen Regimen und würden wir den Namen »Flüchtling« wechseln in »Verfolgte«, so handelt es sich immer noch um nur eine kleine Gruppe Personen, die momentan verhaftet sind und für lange Jahre in Gefängnissen bleiben oder um Gerechtigkeit kämpfen müssen. Warum gehen wir nicht selbst in die Welt auf die Suche nach Verfolgten? Nicht jeder, der sich selbst Flüchtling nennt, ist tatsächlich ein Flüchtling. Dies zeigt sich aus der grossen Anzahl von Gruppen deren Asylbewerbungsverfahren abgelehnt werden.
Zum Schluss müsste eine Anzahl von Erwägungen noch einmal der Reihe nach durchgegangen werden, wie z.B. der Hinweis nach dem immer wächsenden ökonomischen Bedürfnis von mehr Arbeitskräften aus dem Ausland, obwohl in den Niederlanden nur 40 % der Bevölkerung (dies ist 64% der Kategorie Leute zwischen 20 - 64 Jahre) einen bezahlten Arbeitsplatz hat; sowie auch den Hinweis, dass Natur und Umwelt behütet werden müssen gegen einen totalen Untergang wegen der Anwesentheit von immer mehr Menschen; und der Hinweis, dass die Konsequenz der sg. offenen Grenzen unter den heutigen Umständen in einem Land wie den Niederlanden absurde und unhaltbare soziale Situationen verursachen; dazu noch der Hinweis, dass Entwicklungshilfe gekoppelt an eine breite Programmatur um die fortdauernde anwachsende Geburtenzahl in namentlich der Dritten Welt zu halten, einen grösseren Beitrag zu den weltlichen Bedürfnissen liefern wird als die Stimulanz von Transmigrationen tun kann.
Aber die Grenzen wieder zu schliessen, ist auch kein Thema mehr. Die niederländische Regierung darf nur sehr wenige Flüchtlinge zulassen, jedoch sollten im Zukunft Verfolgte hier Asyl erhalten. Dies war auch der Fall in dem Kosovokrieg. Keine ökonomische Flüchtlinge mehr, sondern nur noch Kriegsopfer und tatsächlich individuell Verfolgte. Dabei soll die Rückkehr immer vorausgesetzt werden, z.B. nach 5 Jahren. Diese Menschen sollten hier während dieser Zeit Arbeit leisten, um mit kleinen Ersparnissen wieder zurück gehen zu können.
Viele westliche Regierungen haben sind sich nicht bewusst  von den wirklichen Motiven die jemand hat, der seine Heimat verlässt. Es gibt nur eine Möglichkeit um sicher zu sein, dass jemand Nothilfe braucht. An Ort und Stelle selbst die Lage beurteilen und die Gefängnisse vom Roten Kreuz, Vertretern der Amnesty International oder von Diplomaten besuchen lassen. Dort (und nicht hier) soll entschieden werden ob einer zeitliches Asyl erwerben darf. Jede Art von Simulation ist dann ausgeschlossen, und die durchtriebenen Menschenschmuggler werden gezwungen ihre Siebensachen zu packen.
 
22.       Regionale Aufnahme
Eine regionale Aufnahme von Flüchtlingen könnte die weltweite Transmigrationen von Menschen beenden. Sichere Rückkehr von Asylbewerbern nach ihren Ursprungsländern soll immer vorausgesetzt werden so bald die Kriegsdrohung oder die politische Verfolgung nicht mehr aktuell ist. Von Menschen zurückschicken nach ihrem Kriegsgebiet soll niemals die Rede sein. Aber wenn Rückkehr nach dem eigenen Land nicht möglich ist, soll weiter Aufnahme in den Ursprungsregionen bevorzugt werden. Dies war tatsächlich die Politik der fünfziger Jahre der Regierung Drees.
Es ist sehr wahrscheinlich , dass jemand der sich den hiesigen Reichtum angeschaut hat, hier bleiben will. Auβerdem ist auch klar, dass die Bekanntschaft mit den Lebensumständen in den Niederlanden an sich schon eine Motivation sein kann um nicht mehr aus den Niederlanden weg zu gehen und eventuell die Illegalität zu suchen. Im Falle von regionaler Aufnahme  spielt dies auch weniger eine Rolle.
 
23.       Organisationen
Es gibt Leute wie Anwälte und Sozialarbeiter die auf ehrliche Weise voll ausgelastet werden mit der Flüchtlingsproblematik. Aber es gibt auch Leute die auf ganz unverschämte Weise reich werden durch Menschenschmuggel. An den guten Absichten der ersten Gruppe wird nicht gezweifelt.
Es ist bemerkenswert zu werden, dass die Einwanderung inzwischen ein Dienstleistungsbetrieb geworden ist, der Milliardenbeträge verschluckt. Tausende Menschen, insbesondere in dem Immigrationsdienst und den Sozialhilfeämtern, haben hier eine Arbeitsstelle. Dazu gehören auch die Strecken des Flüchtlingsstatus, Asylstatus und Sozialhilfe nach der Aufnahme in den Niederlanden. Wenn die Immigration abnimmt, entsteht Arbeitslosigkeit für die Sozialhelfer in der Dienstleistung. Für Sozialhelfer gilt genauso wie für jeden Arbeitnehmer in einer bestimmten Branche, dass die eigene Arbeitsgelegenheit dann ein uneigentlicher Einsatz werden kann. Sie sollen sich umschulen lassen für eine andere Arbeitsstelle.
Im Falle einer einschränkenden oder verschwindenden Immigration können die vielen Subventionen an Hilfsorganisationen unmittelbar der Remigration und Hilfe an die Betreffenden in ihrem eigenen Land zugute kommen. In den Niederlanden wohnen auch viele Menschen die früher als Flüchtling gekommen sind und inzwischen gut eingebürgert  sind. Auch sie plädieren Immigrationsstopp, genau dasselbe was auch die Stiftung plädiert.
 
Nachwort
Es ist absolut unbegreiflich, dass viele Menschen und Behörden in den Niederlanden der Problematik der Überbevölkerung so gleichgültig  gegenüber stehen. Insbesondere diejenigen, die Macht haben - die Politiker, die Unternehmer und die religiösen Organisationen - haben großes Interesse an der Fortsetzung der heutigen Lage. Es handelt sich um angebliche ökonomische Fortschritte: höhere Investierungserträge, Angst vor Arbeitslosigkeit, Angst vor Wohlstandsverlust und Angst vor Unbezahlbarkeit der Altersrenten. Daneben fürchtet der Mensch, dass er seine individuelle Freiheit verliert, wenn es sich z.B um die Kinderzahl handelt. Immer mehr wird klar, dass diese individuelle Freiheit und die immer wachsenden wirtschaftlichen Interessen die menschliche Vernunft lähmen und das Tabu der Überbevölkerung nur größer machen. Wenn dieser Artikel bekritisiert wird, dann hat er sein Ziel nämlich zum Nachdenken über das Thema: »Überbevölkerung benötigt Bevölkerungspolitik anzuregen, erreicht. .
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Revidierte Herausgabe: April 2009

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