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Die Welt ist für uns zu klein

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Samstag, 01 Februar 2014 10:54

Es lebe die Krise

Paul Gerbrands

Die übergroße Mehrheit der Holländer ist davon überzeugt, dass es mit der Wohlfahrt bergab geht. Dies geht aus einer rezenten Vertrauensumfrage hervor. Die Frage jedoch, wie die Menschen über die möglichen positiven Effekte einer

Krise denken, ist nie erforscht worden. Ich würde dafür gern eine Lanze brechen.

Maßnahmen zur Förderung einer wirtschaftlichen Krise werden nie bewusst ergriffen. Eine Krise tritt meist zufällig ein oder wird durch irgendeine Panne bedingt. Wir können ihr selten zuvorkommen. Wenn es jedoch Verantwortliche anzuzeigen gibt, wird die Schuldfrage gestellt, zum Teil damit möglichst schnell Maßregeln ergriffen werden können, das Schicksal zu wenden. Nachher fahren wir in der üblichen Weise fort. Wir sind halt an Wachstum gewöhnt. Es lautet immer: es lebe das Wachstum! Am liebsten schnell und uneingeschränkt, was auch immer die Folgen sein mögen.

Aber mit einer dauerhaften Abnahme unserer Produktion und Konsumption infolge der Krise könnten wir einen guten Schritt rückwärts machen, da Maßnahmen zur Reduktion der Umweltverseuchung nicht weiter reichen als die Entsorgung der schlimmsten Schmutzes. Wenn jedoch das Thema Wachstum selbst zur Diskussion steht, tritt Stille ein, trotz des Vorteils, der mit Schrumpf erzielt werden kann.

Es erhebt sich die Frage, wie lange eine Wirtschaft wachsen kann. Kein Produzent möchte weniger produzieren, kein Konsument möchte sich mit weniger abfinden, Verwaltungsapparate schrumpfen nicht. Wir müssen also wachsen. Dass wir verheerende Vielfraße im weitesten Sinne des Wortes sind, wollen wir nicht hören. Sogar inmitten einer Krise empfiehlt es sich keineswegs, ihre positiven Seiten öffentlich hervorzuheben. Jeder Politiker würde seinen Wählern gegen den Strich gehen. Schrumpf ist nur dort erlaubt, wo eine Pleite droht, aber nicht wenn es um Nachhaltigkeit geht.

Dürfte dem menschlichen Bedürfnis nach Wohlfahrtswachstum kein Ende gesetzt sein, den Ressourcen der Erde sowie ihrer Aufnahmekapazität für menschliche Abfälle ist es schon. Wie lange wird es noch dauern, bis uns das letzte Öl und die letzte Kohle geliefert werden können? Atomenergie ist nach wie vor fragwürdig, Windturbinen reichen nicht aus, und indem wir großflächig Biobrennstoffe anbauen, gefährden wir die Nahrungsmittelversorgung. Nichtsdestoweniger betonen Planungsämter und politische Parteien nach wie vor ein ideales jährliches Wirtschaftswachstum von 3%. Nach einem Jahrhundert würde dies ein theoretisches Wachstum von 300% bedeuten! Das ist erst recht gut verdientes Geld!

Maßnahmen zur Behebung einer Wirtschaftskrise werden wiederholt zu spät ergriffen. Einen Leitplan, der über kontrollierte Einschränkungen zur Nachhaltigkeit führt, gibt es noch nicht. Es fehlt schlicht jeglicher ernsthafter Reiz, sich für mehr als eine nur scheinbar nachhaltige Gesellschaft einzusetzen. Gerade jetzt, wo Vergreisung und Krise ewiges Wachstum verneinen, würde ich eine entsprechende Stimulanz befürworten. Aber nein, wir glauben an die Unumgänglichkeit übereilter und unüberlegter kurzfristiger Schritte, statt uns auf die Frage zu besinnen, wie wir diese einmalige Chance, die Vergreisung und Krise bieten, nützen können: machen wir einen zusätzlichen Rückschritt in der Bevölkerungszahl und materieller Wohlfahrt.

Schrumpf und Stillstand bilden die einzigen Faktoren, die zu wesentlicher Nachhaltigkeit beitragen können. Alles andere führt höchstens zum Aufschub einer unvermeidlichen Weltkrise. Die Begründung dieser Schlussfolgerung ist kinderleicht, nicht einmal die Occupy-Bewegung könnte sie in Frage stellen. Dennoch bedarf es eines klaren Umdenkens. Der einseitige Vorwurf, es seien nur die Reichen, die die Welt ausnutzen, kann daran nichts ändern.

Schrumpfnotwendigkeit wird den Menschen nicht spontan ins Bewusstsein rücken. Zumindest bedarf es zuerst einer Weltkatastrophe. Immerhin gibt es die schon, aber wollen wir sie sehen? Das sprichwörtliche Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. In der Welt steht einem maßlosen Wachstum eine wachsende Armut gegenüber. Einstweilen fehlt die Einsicht, dass einmal die Zeit kommen wird, in der sich die menschliche Lebenswelt in einen völlig abgewohnten Biotop mit allen denkbaren Mängeln verwandelt hat.

Schrumpf und Stillstand erscheinen mir ethisch akzeptable Mittel, Mängel und Knappheit jeglicher Art zu bestreiten. Mit einer Einwohnerzahl von fast 17 Millionen in den Niederlanden und einer einstweilen wachsenden Weltbevölkerung von kürzlich 7 Milliarden wird es immer schwieriger, dem heutigen menschlichen Bedarf, geschweige denn dem künftigen in einer ordentlichen Weise zu entsprechen. Je länger wir den Schrumpf hinausschieben, desto weniger ethisch sind die Maßnahmen, Konflikte über den Lebensbedarf kurz- oder langfristig vorzubauen bzw. zu begegnen. Dass diese Erkenntnis kommen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Vielleicht kommt sie aber erst spät, und gewiss nicht bei jedem im gleichen Augenblick.

 
 

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