Overpopulation Awareness is the website of Stiftung Der Klub der Zehn Millionen

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Die Welt ist für uns zu klein

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Freitag, 26 Februar 2010 14:34

Die Weltbevölkerungskrise

Widerwort auf eine Anzahl oft geäußerter Behauptungen womit versucht wird den Ernst der Bevölkerungskrise zu verneinen.

Diese Abhandlung wird Ihnen von der Stiftung De Club van Tien Miljoen (Der Klub von Zehn Millionen) in deutscher Sprache als Übersetzung der niederländischen Bearbeitung einer diesbezüglichen Studie angeboten.
 
Die Stiftung bemüht sich um eine soziale Bewußtwerdung auf dem Gebiet der Überbevölkerungsproblematik in den Niederlanden und im Ausland. Der Text wurde größtenteils der Studie entnommen, die Frau Madeleine Weld 1996 geschrieben hat für die Organisation Global Population Concerns in Ottawa. Der ursprüngliche Titel der Studie lautet: »Confronting the Population Crisis, Responses to the Twenty-One most commenly used arguments to confound the issue«. {Konfrontation der Bevölkerungskrise. Eine Antwort auf die 21 meist gehörten Argumente um die Diskussion zu verwirren.}
 
Vorwort
Viele Menschen haben keine klaren Vorstellungen von den Gefahren der immer fortgehenden Bevölkerungszunahme. Die sachverständigen und politischen Leiter scheinen sich zu widersprechen. Viele Gelehrte sind der Meinung, dass man von einer schweren Bevölkerungskrise sprechen kann.
1993 haben die Vertreter von 58 nationalen Akademien der Wissenschaften eine Studie in New Delhi abgeschlossen mit einer Erklärung, worin die Welt nachdrücklich aufgerufen wird, die Bevölkerungszunahme binnen einer Generation zu beenden.
 
Juni 1994 hat die Päpstliche Akademie der Wissenschaften (übrigens gegen den Willen des Papstes) eine Erklärung abgegeben in der gesagt wird, dass Geburtenkontrolle notwendig ist, um unlösbare Probleme in der Zukunft zu vermeiden.
 
Während der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo im Herbst 1994 waren die meisten Regierungen einstimmig dafür, dass die Bevölkerungskrise geklärt werden muss, eine Anerkennung also der Bevölkerungsfrage. Wenn von so vielen Seiten auf die Gefahr einer übermäßigen Bevölkerungszunahme hingewiesen wird, warum wird dann so wenig gemacht um das Problem anzufassen? Die Antwort lautet, dass politische und soziale Entscheidungen (meist) nicht auf Grund von wissenschaftlich festgelegten Tatsachen getroffen werden. Es gibt mächtige religiöse, politische und ökonomische Kräfte die jede Aktion bekämpfen, die versucht, die Bevölkerungszunahme unter Kontrolle zu bekommen. Die Gegner einer Bevölkerungspolitik bedienen sich mehreren Trugschlüssen, um ihre Standpunkte zu unterstützen. Diese Studie geht näher ein auf die am meisten gehörten Argumente, die versuchen den Ernst der Bevölkerungspolitik zu bagatellisieren.
 
1.            Die Geschwindigkeitszunahme der Weltbevölkerung ist nicht länger ein Problem. Sie nimmt ab und wird abnehmen
Richtig. Die relative Zunahme hat in den letzten dreißig Jahren abgenommen von jährlich 2,2 bis 1,7 Prozent. Die Zunahme in Zahlen aber nimmt zu! Es folgen die Zahlen aus den letzten zwei Jahrhunderten:
 
 
Die Weltbevölkerung
1800
Ca. 1 Milliarde Menschen
1920
Ca. 2 Milliarden Menschen
1960
Ca. 3 Milliarden Menschen
1975
Ca. 4 Milliarden Menschen
1987
Ca. 5 Milliarden Menschen
1999
Ca. 6 Milliarden Menschen
2011
Ca. 7 Milliarden Menschen
2023
Ca. 8 Milliarden Menschen
2040
Ca. 9 Milliarden Menschen
 
 
Hieraus ergibt sich, dass der Zeitraum in dem die Bevölkerung mit 1 Milliarde Menschen zunimmt, also immer kürzer wird. Auch wenn die Anzahl der Kinder pro Frau kurzfristig abnimmt, wird die Anzahl von Menschen noch ziemlich langfristig, der Bevölkerungszusammensetzung zufolge, stark zunehmen.
 
2.            Wenn die Zunahme der Bevölkerung tatsächlich ein Problem wäre, dann hätten die Regierungen schon früher aufmerksam darauf gemacht.
Die meisten Regierungen ignorieren peinlich das Problem. Im allgemeinen beschäftigen sie sich mehr mit kurzfristigen Problemen als mit langfristigen Sachen. Oft stehen sie unter politischen und religiösen Druck. Die Gegner einer Familienplanung sind oft viel mächtiger als deren Anhänger. Während der internationalen Kongresse, wie dem Weltbevölkerungskongress in Kairo 1994, bleibt es tatsächlich nur bei Worten und man tut nichts.
 
3.            Die Lösung der Weltbevölkerungsfrage liegt in einer ehrlichen Verteilung des Wohlstandes.
Jeder Wohlstand ist gegründet auf natürlichen Ressourcen. Fehlen diese, dann gäbe es nichts zu essen oder zu trinken. Die früher überreichlichen natürlichen Ressourcen laufen jetzt immer mehr Gefahr durch Raubbau zu verschwinden.
Dies gilt z.B. für die Fischerei, deren Erträge schon seit 1989 abnehmen. Die Kabeljaufischerei in Kanada, einst eine wichtige Quelle von Arbeit und Futter, ist fast völlig zusammengebrochen. 1995 führte dies zu einem Kabeljaukrieg zwischen Kanada und Spanien. Dieser Zwischenfall zeigt, dass bei Knappheit an Lebensmitteln, Streit wahrscheinlicher ist als eine ehrliche Verteilung von Reichtümern.
 
Dieselbe Entwicklung sehen wir auch in den armen Ländern. Diese befinden sich in zunehmendem Maße in einem Zustand von fast permanenter Kriegsführung und sozialer Desintegration. Von 90 bewaffneten Konflikten zwischen 1989 und 1994 gab es nur 4 Konflikte zwischen Ländern; die übrigen 86 fanden innerhalb der Landesgrenzen statt. Diese Bürgerkriege, die offiziell ethnischen oder religiösen Gegensätzen zugeschrieben werden, sind in Wirklichkeit Konflikte über Ressourcen. Auch Trinkwassergewinnung wird in Zukunft immer öfter die Ursache von Konflikten sein.
Manche Optimisten berechnen die Mengen Lebensmittel die von der Erde produziert werden können. Sie teilen diese Mengen durch die Anzahl Weltbewohner und kommen zum Ergebnis, dass es keinen Hunger geben kann. Diese von ihnen im Voraus prophezeite Lage wird nie erreicht. Eben unter diesen bestehenden Bedingungen wird das Produktions- und Verteilersystem niemals ganz zweckmäßig sein. Diese Systeme sind gerade in den meist bedürftigen Gebieten vollkommen unzureichend; oft gehen sie durch Nachlässigkeit oder Konflikte immer mehr zurück.
Dazu kommt, dass die reichen Länder immer weniger bereit sind, ihre Wohlfahrt mit den armen Ländern zu teilen. Sie fühlen sich jetzt bedroht von einer anwachsenden Konkurrenz des Aufstieges der Industrieländer wie China und Thailand. Die Tendenz ist, dass die meisten Geberländer ihre Entwicklungshilfe kürzen und damit die Not in den armen Ländern zunimmt. Der Druck einer raschen Bevölkerungszunahme wird zu einer instabilen politischen Lage führen. Wir sehen dann eine immer stärkere Zuneigung zum Individualismus und Nationalismus.
 
4.            Die Lösung der Bevölkerungsfrage liegt in der Verbesserung vom Lebensstandard in der dritten Welt.
Die traurige Wahrheit ist gerade die exzessive Bevölkerungszunahme die der ökonomischen und sozialen Entwicklung im Wege steht. Dadurch bleibt eine Verbesserung des Lebensstandardes aus. Wir sehen dies am meisten in Afrika, wo trotz viel Entwicklungshilfe noch keine einzige Bevölkerungsabnahme spürbar ist. Der wegen der Bevölkerungszunahme sehr notwendige Ausbau von Schulen, Fabriken und infrastrukturellen Einrichtungen bleibt aus. Stattdessen ist die Rede von einem kräftigen Rückgang. Die Landwirtschaft und Forstwirtschaft verlieren ihre Produktionskapazität wegen Erosion und Entwaldung. Die Folgen sind in Afrika katastrophal für den Lebensstandard gewesen. Das Prokopfgehalt der Bevölkerung hat sich zwischen 1980 und 1992 um 15% reduziert.
 
5.            Von den Entwicklungsländern kann nicht erwartet werden, dass diese Maßnahmen gegen Bevölkerungszunahme treffen, solange die reichen Länder nichts unternehmen gegen Überkonsumierung und Umweltverschmutzung.
Damals konnten die westeuropäischen Länder, trotz einer dichten Bevölkerung, zu einem bestimmten Wohlstand kommen. Hieraus darf man aber nicht folgern, dass eine derartige Entwicklung ebenfalls in der ganzen Dritten Welt zutrifft. Man sollte berücksichtigen, dass die Bevölkerungszunahme in den Industrieländern damals unter ganz anderen Umständen stattfand als jetzt in den Entwicklungsländern. Am Anfang der industriellen Revolution war der Bevölkerungsdruck in Europa geringer als momentan in den Entwicklungsländern. Nachdem die Bevölkerung in Europa zunahm, war das mit dem Bau von Industrien, Anlage einer Infrastruktur und Unterrichtsverbesserung verbunden. Die Verfügbarkeit von billigen Ressourcen spielte eine wichtige Rolle. Soweit die europäischen Länder diese selbst nicht zur Verfügung hatten, konnten sie diese durch Handel oder Ausbeutung außerhalb des eigenen Landes erwerben.
 
Eine Abnahme der Familiengröße ging bald aus der Abnahme der Kindersterblichkeit als Folge des Fortschritts der medizinischen Wissenschaft hervor. In Zeiten des ökonomischen Rückgangs konnte ein Teil des Wachstums der arbeitenden Bevölkerung mittels Auswanderung nach Nord- und Südamerika, Australien und Neu Seeland abgebaut werden. Damals waren diese Gebiete noch sehr dünn bevölkerte Weltteile die auch aus anderen Gründen Nutzen hatten von Immigration. Ganz anders ist die Entwicklung in den Entwicklungsländern gewesen. Als dort die moderne medizinischen Einrichtungen eingeführt wurden, ging das nicht zusammen mit technischen, sozialen und ökonomischen Änderungen. In diesen großen Agrarländern fehlte eine gute Infrastruktur, eine Industrie und eine gut ausgebildete arbeitende Bevölkerung. Dadurch hat sich eine ungekannt starke Bevölkerungszunahme vor getan, die nicht von einer mitwachsenden Infrastruktur ausgeglichen wurde.
Momentan sind die Entwicklungsländer viel dichter bevölkert als Europa vor der industriellen Revolution. Die Zuwachsgeschwindigkeit der Bevölkerung ist dort viel größer. Die Bevölkerungsanzahl in Europa stieg von 187 Millionen um 1800 auf 400 Millionen um 1900. Die Bevölkerungsanzahl in Afrika verdoppelt sich aller 24 Jahre. Dies ist das Achtzehnfache in einem Jahrhundert!
 
Die Auswanderung von Einwohnern der Entwicklungsländer in die reichen Industrieländer ist keine gute Lösung zur Erleichterung der dortigen Probleme. Die Lage in den ehemaligen Industrieländern hat sich in den letzten fünfzig Jahren stark geändert. Die Wirtschaft ist empfindlich geworden, die Ressourcen sind haben abgenommen und die Arbeitslosigkeit hat zugenommen. Neue
Einwanderer haben in der Regel eine Ausbildung die nicht übereinstimmt mit den Bedürfnissen im Immigrationsland. Die Bereitwilligkeit um Einwanderer aufzunehmen wird hierdurch kleiner werden.
 
6.            Dank neuer Technologieen kann eine unbegrenzt wachsende Bevölkerung untergebracht werden.
Die Behauptung, dass wissenschaftliche und technische Entwicklungen garantieren, dass dem Menschen ein akzeptables Dasein zugesichert wird, geht nicht aus der Entwicklung der letzten dreißig Jahre hervor. 1968 genossen etwa eine Milliarde Menschen einen beträchtlich guten Lebensstandard und 2,5 Milliarden Menschen lebten in Armut. 1990 ist, trotz aller spektakulären Entwicklungen, die Anzahl Menschen mit einem angemessenem Lebensstandard gestiegen auf 1,2 Milliarden und die Anzahl armer Leute auf 4,1 Milliarden. Die Zahl armer Menschen steigt also viel schneller als die Anzahl von Menschen mit einem angemessenem Lebensstandard.
 
7.            Die Lösung des Bevölkerungsproblems liegt in der Aufklärung für Frauen.
In der Tat führt eine korrekte Aufklärung auf die Dauer zu einer Abnahme der Geburtenziffer. Aufklärung an sich genügt aber nicht, weil die Frauen in der Dritten Welt keine Freiheit haben die Familiengröße zu bestimmen. In der Regel stehen Verhütungsmittel nicht zur Verfügung. Weiterhin hat die Frau gewöhnlich nicht die Freiheit selbst die Familiengröße zu wählen: andere Personen (ihr Mann, ihre Schwiegereltern, die Religion) haben oft einen durchschlaggebenden Anteil.
 
Wahrscheinlich wird es zu einer schnellen Abnahme der Geburtenanzahl kommen wenn Verhütungsmittel zur Verfügung gestellt werden. Eine bessere Ausbildung für Mädchen wird auf Dauer denselben Effekt haben. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Mütter in den armen Ländern oft die meist wehrlosen Opfer der Überbevölkerung sind. Denken wir z.B. an die himmelschreienden Situationen, die entstehen wenn Essen und Trinkwasser fehlen. Davon ist auch die Rede im Falle von Bürgerkriegen, die oft unmittelbar ihre Ursache in der Überbevölkerung (wie in Ruanda) finden. Die vielen Geburten und Schwangerschaften haben bei vielen Frauen in der Dritten Welt die Gesundheit zerstört.
 
8.            In vielen Ländern wünscht man eine hohe Geburtenziffer, weil die Kinder später Arbeitskräfte und damit die Altersversorgung sind.
Es gibt in den armen Ländern viele Kinderarbeit. Die Kinder sind eine Ergänzung des Familienverdienstes. Nur wenige bemühen sich dabei um die Kinderrechte. Kinder sind ein billiges und leicht gewinnbringendes Reservoir von Arbeitskräften. Dies führt zu mehreren Ausbeutungsformen. Sie machen täglich viele Arbeitsstunden, sind unterernährt und bekommen zu wenig Unterricht. Daraus ergibt sich, dass sie später, ungebildet und ungesund, einen minimalen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes liefern.
 
9.            Diejenigen, die besorgt sind um die Bevölkerungszunahme, sind rassistisch.
Diejenigen, die besorgt sind um die Zunahme der Weltbevölkerung, laufen Gefahr, dass Andersdenkende sie als Rassisten beschimpfen: bei 95 % der Bevölkerungszunahme handelt es sich um schwarze oder dunkelhäutige Menschen. Echte Rassisten kümmern sich aber nicht um den Fischbestand, Lebensmittelproduktion, Erosion und den Verlust von Agrargebieten. Diejenigen die wohl oder nicht wissenschaftlich begründete Angstgefühle für eine Bevölkerungszunahme haben, kümmern sich wohl darum. Diejenigen die sich kümmern um die Zunahme der Bevölkerungszunahme in den Entwicklungsländern, sind gewöhnlich auch der Meinung, dass die industrialisierten Länder überbevölkert sind. Die Ursachen davon sind Immigration und ein sich hinziehender Geburtenüberschuss seit die Geburtenziffer unter den Ersatzwert von 2,1 gekommen ist. Ein Plädoyer um der Immigration Einhalt zu gebieten, führt oft zur Beschuldigung von Rassismus, weil die meisten Einwanderer nicht weiß sind. Demzufolge haben viele Angst von Rassismus beschuldigt zu werden und deshalb äußern sie sich nicht in der Öffentlichkeit über die Zunahme der (Welt-)bevölkerung und der Ressourcenverwaltung.
 
10.            Es zeugt von Arroganz, wenn die nördlichen Länder den südlichen Ländern eine Lehre von Bevölkerungs-zunahme erteilen wollen.
Viele Regierungschefs in den Entwicklungsländern weisen jeden an sie gerichteten Appell zurück um die Bevölkerungszunahme zu mäßigen. Die Ursache des Elends wird von ihnen einseitig den kolonialen Verhältnissen in der Vergangenheit und dem heutigen hohen Konsumniveaus in den Industrieländern zugeschrieben. Dabei schließen sie die Augen vor den politischen und sozialen Umständen, die im wichtigen Masse beitragen an den heutigen Problemen. Damit stehen sie einer Lösung dieser Probleme im Wege.
 
Die Ausgangslage in den Entwicklungsländern ist so schlecht, dass eine Verbesserung der Lebensumstände unmöglich ist, wenn die dortige Bevölkerung im gleichen Tempo weiter zunimmt. Eine weitgehende Einschränkung der Geburtenzahl ist darum nicht nur im Interesse der ganzen Welt, sondern vor allem im Interesse der betreffenden Länder selbst.
 
11.            Wer etwas unternimmt gegen den Umfang der Weltbevölkerung, nimmt Gottes Stelle ein.
Ein Teil der christlichen und nicht-christlichen Gläubigen sind der Meinung, dass man die Zunahme der Bevölkerung nicht als Problem erfahren soll. Ihrer Ansicht nach, hat Gott selbst die Zukunft der Welt in Seiner Hand. Menschliche Kampagnen um die Zunahme der Weltbevölkerung zu stoppen, ist für sie eine Art Unglauben und Sünde. Eine kleine Anzahl dieser Gruppe ist sehr konsequent in ihrer Auffassung. Dazu gehören z.B. die reformatorische Christengemeinde die alle Formen von Impfungen und Versicherungen ablehnen. Ein viel größerer Teil der Gläubigen ist in seiner Auffassung nicht konsequent. Einerseits lehnen sie mit religiösen Argumenten eine Bevölkerungspolitik ab. Auch stehen sie dem Gebrauch von unnatürlichen Verhütungsmitteln kritisch gegenüber. Anderseits haben sie gar keine Mühe damit mehrere unnatürliche Mittel und die Bedrohungen aus ihrer eigenen Umgebung (Gewächsveredlung, Kunstdünger, Bekämpfungsmittel, genetische Manipulation, Arzneimittel, Impfungen, Chirurgie, elektrisches Licht, moderne Transportmittel) beherrschbar zu machen.
Die Gläubigen, die keinen Widerstand gegen die Bevölkerungszunahme leisten, wollen nicht verneinen, dass ein Teil der Schöpfung Gottes durch die immer andauernde Bevölkerungszunahme verloren geht. Man könnte meinen, dass sie den Auftrag nicht erledigen um als gute Gutsverwalter die Erde zu pflegen und die Schöpfung im Stande zu halten.
 
12.            Ein Bevölkerungszuwachs in den Entwicklungsländern hat einen viel geringeren Effekt auf die Umwelt als in den reichen Ländern, weil dort pro Kopf eine viel geringere Forderung auf die natürlichen Ressourcen gemacht wird.
Während ihres Überlebenskampfes richten arme Leute oft große Umweltschäden an. Zum Beispiel hat 80% der Entwaldung in den Entwicklungsländern statt gefunden. Äthiopien ist so ein Beispiel. 1900 war 40% des Landes mit Wald bedeckt. Heute ist davon nur 4% übrig geblieben. Der Wald hat Platz gemacht für Landwirtschaft. Dies hat viele unabsichtliche Nebeneffekte. Im Hochland von Äthiopien gab es schon seit Jahrhunderten Agrarareale die wohlbekannt waren wegen deren Fruchtbarkeit. Dies fiel zusammen mit dem Entstehen einer humusreichen Oberflächenstruktur durch die Bäume auf den Berghängen.
Als man durch den Bevölkerungszuwachs neue Agrargebiete brauchte, wurde dazu Wald abgeholzt. Dadurch verloren die Agrargebiete ihre Fruchtbarkeit und natürlichen Dünger. Außerdem wurde das Brennholz rar. Die Holzhändler holzten also weiter entfernte Wälder ab, wodurch die Entwaldung noch schneller ging. Wegen Brennholzmangel nahm die Bevölkerung Dünger und Stroh als Brennholz. Dadurch wurde das Stroh nicht gegen das Austrocknen des Bodens verwendet und der Dünger fehlte für die Fruchtbarkeit des Bodens.
 
In solchen Situationen wird jede Dürreperiode eine Katastrophe verursachen und dies war tatsächlich schon der Fall. 1984 war ein Jahr von Hungersnot. Trotzdem wuchs die Bevölkerungszahl von (1980) 38,5 Millionen auf 56.7 Millionen in 1993. Für die Jahre 2010 und 2025 rechnet man mit Bevölkerungszahlen von 95 Millionen bzw. 140 Millionen Menschen! Selbst ein Land wie Kanada mit seinen zahlreichen Ressourcen könnte mit einem so starken Bevölkerungszuwachs nicht fertig werden. Für ein Land wie Äthiopien wird mit dieser Bevölkerungszunahme die Basis einer nächsten Hungersnot gelegt.
 
13.            Indien ist nicht überbevölkert, denn das Land exportiert Nahrungsmittel.
Es gibt noch immer Menschen, die den Entwicklung in Indien eine Erfolgsgeschichte nennen. Die grüne Revolution hätte es ermöglicht die schnell wachsende Bevölkerung zu ernähren. Jeder aber, der nach Indien gereist ist, sah dort die Mengen armer Leute. Überall sah man Bettler und die verschmutzten Elendsviertel zeugen nicht von einer Erfolgsgeschichte.
Als die ehemalige Kolonie Britisch-Indien 1947 unabhängig wurde, wohnten dort etwa 300 Millionen Menschen. Im selben Gebiet, das heutzutage die Staaten Indien, Pakistan und Bangladesch umfasst, wohnen jetzt mehr als eine Milliarde Menschen. Indien war 1947 ein armes Land, aber die Anzahl Menschen die in Armut lebten, war damals viel kleiner als heute. Hätte Indien seine Bevölkerungszunahme kontrolliert, dann wären die Umstände jetzt viel besser. Der Staat hätte dann auch Maßnahmen treffen können um die Wohnungsnot, Bildung und Arbeitsmöglichkeiten zu beherrschen. Jetzt kann man kaum die vielen Mäuler der Einwohner stopfen. Außerdem ist man noch immer auf Hilfe aus westlichen Ländern und Japan angewiesen.
 
14.            Die Prophezeiung von Malthus ist noch immer nicht eingetroffen. Es gibt ausreichend Nahrungsmittel in der Welt um jeden zu ernähren.
Die Tatsachen sind anders. Seit 1985 bleibt die Zunahme der Nahrungsmittelproduktion im Vergleich mit dem Bevölkerungszuwachs zurück. Obwohl es eine große Reihe von Hungersnotfällen, Lebensmittelknappheit und Konflikte über Ressourcen gegeben hat, war bis auf heute keine Rede von weltweiter Lebensmittelknappheit. Die Optimisten weisen darauf hin, dass in älteren Prophezeiungen niemals mit der gewaltigen Ausdehnung der Getreideproduktion und Fischfang in den letzten Dezennien gerechnet wurden. Diesem Trend darf man aber nicht ohne weiteres folgen.
Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung der Fischerei. Schon seit den siebziger Jahren wird vor Überfischung gewarnt. Verbesserte Fangmethoden ermöglichten die Kompensierung der Folgen der Überfischung. Zwischen 1950 und 1989 nahm die Fischerei jedes Jahr um 4% zu. Seitdem spricht man von einem Zurückgang der Fangmengen.
 
Es gibt Indizien, dass sich dieselbe Lage auch in der Getreideproduktion anbahnt. Zwischen 1950 und 1984 wuchs die Getreideproduktion um 3% pro Jahr. Im folgenden Zeitraum war es nur 1% (beträchtlich weniger als die Zunahme der Weltbevölkerung). Eine Verbesserung ist nicht zu erwarten. Intensiver Getreideanbau benötigt viel Wasser. In den wichtigsten Gebieten für Getreideanbau ist das Wasserbedürfnis allmählich an seine Grenze gekommen von dem was in hydrologischer Hinsicht noch zu gewinnen ist. Zugabe von mehr Kunstdünger hat wenig oder keinen Effekt auf den Getreideertrag. Außerdem, führt eine ständige Zugabe von Kunstdünger auf die Dauer zum Untergang der Bodenstruktur. Die Produktionsreichsten Gebiete sind schon längst kultiviert worden. Es sind schon enorme Gebiete wegen Erosion, Versalzung oder anderer Umstände zurückgegangen.
 
Ein halber Hektar ist notwendig um jedem Weltbewohner eine variabele Diät anzubieten; weltweit steht dazu nur ein viertel Hektar zur Verfügung. Sollte der heutige Trend der Bevölkerungsgröße fortdauern, dann wird uns im Jahre 2035 nur noch ein achtel Hektar zur Verfügung stehen.
 
15.            Es ist nicht wichtig, dass eine große Anzahl Pflanzen- und Tierarten auf Grund der Zunahme der Bevölkerung, ausstirbt.
Es mangelt sehr viel an Kenntnissen von der Verschiedenheit in der Natur. Nach einer Schätzung gibt es 13-14 Millionen Pflanzen- und Tierarten in der Welt. Davon sind nur 1,75 Millionen identifiziert und benannt. Etwa 30.000 Arten werden durch menschliches Handeln vom Aussterben bedroht. Manche Leute meinen, dass der Untergang von immer größeren Ökosystemen kein Problem ist, weil wir doch nicht wissen wie viele Arten es gibt. Mit anderen Worten: Wandalismus ist keine Schande, solange die Wandalen nicht wissen, was sie zerstören. Eine derartige Art der Argumentation deutet auf große Arroganz hin und ist eine Verleugnung der Rechte der zukünftigen Generationen.
 
Eine andere schwere Bürde ist die Tatsache, dass ein großer Teil unserer Medikamente aus pflanzlichen Rohstoffen gemacht werden. Dadurch dass bis jetzt unbekannte Pflanzensorten ausgerottet werden, wird die zukünftige Entwicklung in der medizinischen und pharmazeutischen Wissenschaft definitiv abgeschlossen. Damit wird aber auch der Möglichkeit, Lebensqualität zu verbessern, Einhalt geboten. Die Verschiedenheit von Pflanzensorten in den Regenwäldern schafft die Möglichkeit, um mittels Kreuzung mit bestehenden Feldfrüchten neue Arten zu züchten, die gegen Pflanzenkrankheiten beständig sind. Es ist für die Menschheit also aus mehreren Gründen wichtig die besonderen Ökosysteme, die es momentan noch gibt, zu erhalten.
 
Schlussfolgerung
Derjenige, der sich um eine kleinere Weltbevölkerung bemüht, wird auf viel Widerstand stoßen. Oft werden gegen ihn große Worte in den Mund genommen und wird er von ’Rassismus’ beschuldigt um das Thema Bevölkerungszunahme zu tabuisieren. Es lässt sich schwer vorhersagen wann und wo die Bevölkerungszunahme nach einem Bürgerkrieg wie in Ruanda wieder zu katastrophalen Situationen führen wird. Wir brauchen aber keine Prophezeiungen, um unsere Furcht zu untermauern. Schon jetzt kann festgestellt werden, dass menschliches Auftreten schon sehr viel nicht wiedergutzumachenden Schaden verursacht hat. Große Teile des tropischen Urwalds sind entwaldet worden und viele Pflanzen- und Tierarten wurden ausgerottet. Die Lebensqualität ist zurückgegangen.
 
Viele Politiker sind ältere Leute. Sie werden selbst wahrscheinlich niemals die Folgen ihrer nachlässigen Politik spüren. Es steht vieles auf dem Spiel. Man soll wohl überlegen und die zahlreichen Warnungen von Fachgelehrten ernst nehmen.
Unsere Kinder und Enkelkinder sollen später nicht unter den heutigen Verwaltungsfehlern leiden. Wir sind es unseren Kindern schuldig, dass dieses Thema ganz hoch auf der politischen Tagesordnung  steht.
 
Nachträgliche Betrachtung der Bearbeiter
Auch für die Niederlande ist es höchste Zeit mit einer Bevölkerungspolitik anzufangen. Wollen wir in den Niederlanden gute Lebensumstände behalten, dann ist eine Abnahme der Bevölkerungszahl notwendig. Die Niederlande haben bei weitem die größte Bevölkerungsdichte in der ganzen Europäischen Union. Die Bevölkerungszunahme ist außerdem viel größer als in den anderen europäischen Ländern. Die Lage wird deshalb immer auffallender abweichen von der Situation in den übrigen europäischen Ländern.
 
1800 gab es in den Niederlanden ca. 2 Millionen Menschen. Diese Anzahl stieg auf 5 Millionen Menschen in 1900 und auf 10 Millionen Menschen in 1950. Inzwischen hat die Zahl zugenommen auf 16 Millionen in 2000 und auch jetzt ist ein Ende noch nicht in Sicht. Niemand kann vorhersagen wann der Bevölkerungszuwachs zu Ende geht und wieviel Menschen dann in diesem Land wohnhaft sind.
 
Die Folgen der Überbevölkerung die man jetzt schon sieht, sind:
  • Die Luftqualität, sowie auch die Qualität von Wasser und Boden werden immer schletchter.
  • 100% Arbeitsmöglichkeit gibt es schon seit den 70er Jahren nicht mehr.
  • Das Wohlstandsniveau in den Niederlanden fällt zurück im Vergleich mit den anderen Ländern.
  • Lebensraum beginnt Luxus zu werden.
  • Der Verkehrsstau wächst immer mehr.
  • Der gefährlichste Aspekt der Überbevölkerung ist unsichtbar. Die Niederlande sind für eine große Menge Lebensbedürfnisse (Lebensmittel, Brennstoffe, Kleidung) stark abhängig vom Import aus anderen Ländern. Als Folge der Zunahme der Weltbevölkerung und der Zunahme des Wohlstandes werden die Rohstoffe rar und teuer. Die niederländische Gesellschaft ist wegen ihrer großen wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Ausland gefährdet. Dadurch besteht die Gefahr Aussicht, dass Rohstoffe für einen großen Teil der Bevölkerung unbezahlbar werden. Dies kann zu großen sozialen Unruhen mit weitgehenden Folgen führen. Dies wird ins besondere die ärmeren Gruppen der Gesellschaft treffen.
 
Verbundenheit mit dem Bevölkerungsproblem erfordert Tatkraft von jedem von uns.
Obschon die Weltbevölkerung und die Bevölkerung der Niederlande Gefahr laufen zu einem unzulässigen Umfang heranzuwachsen, unternimmt unsere Regierung nichts um die Bevölkerungszunahme zu stoppen.
Eine Politik die gerichtet ist auf Abnahme vom Geburtenüberschuss sowie auch auf Abnahme vom Immigrationsüberschuss ist für die Niederlande eine absolute Notwendigkeit um einen wirtschaftlichen Rückgang zu verhüten.
Die Behörden werden erst zur Anpassung der Politik kommen, wenn große Mengen der Bevölkerung dies beanspruchen.
 
2010
 

World population