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Die Welt ist für uns zu klein

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Richtig bevölkert, oder?

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

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Mehret euch nicht

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Grenzen des Wachstums

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

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Mittwoch, 18 Juni 2014 09:49

Der Bevölkerungsfallstrick Afrikas

Jan van Weeren

Der Klub der Zehn Millionen hat ein englischsprachiges e-Buch von Abdul-Rahman aus Tunesien zur Einsicht bekommen. Übersetzt lautet der Titel Der Bevölkerungsfallstrick Afrikas. Auf zweieinhalbhundert Seiten

mit Abbildungen und Graphiken beschreibt der Autor in eindringlicher und überzeugender Weise die verheerenden Folgen der Überbevölkerung in Afrika. Mag Europa überbevölkert sein, Afrika ist es gewiss. In den letzten sechzig Jahren hat sich die Menschenzahl auf diesem Kontinent fast verfünffacht; in europäischen Ländern hat sich in der Zeitspanne schlimmstenfalls eine Verdoppelung vollzogen.
Bemerkenswert ist der Untertitel des Buches: Wenn das göttliche Gleichgewicht gestört wird. Ein ‚göttliches Gleichgewicht‘ gab es in Afrika, solange hohe Geburtenziffern durch hohe Sterbeziffern ausgeglichen wurden. Dieses Gleichgewicht wurde jedoch gestört, als westliche Hilfeorganisationen mit Vakzinationen, Antibiotikaverabreichung und Nahrungsmittelversorgung aufwarteten. Es mutet seltsam an, mit ‚göttlichem Gleichgewicht‘ eine Situation zu bezeichnen, in der hohe Zahlen von Kindern umsonst geboren wurden, weil es ihr Schicksal war, an Krankheiten oder Hunger zu krepieren. Abdul-Rahman jedoch rechtfertigt den Untertitel in folgender Weise: Afrika ist ein religiöses Kontinent. Weder in der Bibel, noch im Koran steht etwas zugunsten einer Geburtenbeschränkung, im Gegenteil: zu denken ist an Onan. Um religiöse Leiter für sich zu gewinnen, muss er ihnen nahelegen, dass ein ‚göttliches Gleichgewicht‘ gestört sei. Noch skurriler wird es, wenn er hinter westlicher Hilfe einen teuflischen Plan unterstellt. Der Westen erzeuge absichtlich Überbevölkerung in Afrika, so behauptet er.
Die dortigen Länder müssen Nahrung einführen, um die vielen hungrigen Münder zu füttern. Diese Nahrung wird auf dem Weltmarkt gekauft, und dazu bedarf es harter Valuta. Wie aber kommt ein armes afrikanisches Land zu harten Valuta? Indem es seine Rohstoffe wie Öl, Gas, Agrarprodukte wie Kaffee, Tee und Baumwolle und sogar sein Ackerland veräußert, beispielsweise an China. Eine zweite Möglichkeit ist das Angebot billiger Arbeitskräfte, zum Beispiel in der Textilindustrie; überbevölkerte Länder sind ja Billiglohnländer. Was wir im Westen als Wohltätigkeit, Krankheitsbekämpfung und Entwicklungshilfe betrachten, ist nach dem Autor bloß ein Trick, um Afrika durch Bevölkerungsdruck zu zwingen, seine natürlichen Ressourcen im Tausch gegen Nahrung zu versetzen, damit der Bevölkerung wenigstens ein Existenzminimum gewährt wird. Die Abhängigkeit vom Rohstoffexport hat sich durch Darlehen, die Organisationen wie die Weltbank beispielsweise für Infrastrukturprojekte verschaffen, vergrößert. Für diese Darlehen gelten Zinsen; auch müssen sie abbezahlt werden. Wenn man dazu zählt, dass ein Großteil der Valuta, die afrikanische Länder für ihre Exportgüter bekommen, in die Hände der herrschenden und klientelistischen Elite gerät, die das Geld sowohl für Luxusartikel als auch für die Unterdrückung der Opposition verwendet, dann ist das Elend komplett.
Auch durch Privathandel und die Niederlassung von Auslandsunternehmen gibt es zu wenig Geld, um die Bevölkerung der Armutsfalle entkommen zu lassen und in Basalbedürfnisse wie sauberes Wasser, Elektrizität, Straßen, Gesundheitsfürsorge, Unterricht, geschweige denn in eine eigene Industrie zu investieren.
Abdul-Rahmans Sachdarstellung ist keineswegs abwegig, es sei denn, dass er keinen einzigen Beweis eines unterstellten westlichen ‚Masterplans‘ liefert, nach dem durch Förderung der Überbevölkerung in Afrika der Rohstoffstrom in die eigene Wirtschaften vorangetrieben wird. Dies mutet wie ein Abschieben der Verantwortlichkeit an.
Denn im Grunde genommen sind nur zwei Menschenarten für Überbevölkerung verantwortlich: Männer und Frauen. In Ländern wo erstere den letzteren ihren Sexualwillen auferlegen und Vielweiberei treiben bzw. Nebenfrauen besitzen, werden zu viele Kinder geboren. In denselben Ländern sind Frauen zur Haushalt oder Landarbeit verurteilt, ohne dass ihnen die Chance auf eine eigene Laufbahn und Selbstständigkeit geboten wird. Sie sind alles andere eher als ‚Boss im eigenen Bauch‘. Wann entstanden doch mal die Kleinfamilien im Westen? Als Frauen entdeckten, dass lernen, selbst einer Stelle nachgehen und Geld verdienen sich weniger gut mit dem vielen Kinderkriegen vertrugen, und sicherlich nicht mit Dauerschwangerschaften. Die Bildung einer Familie wurde aufgeschoben sowie die nutzbare Fruchtbarkeitsperiode verkürzt.
Abdul-Rahman verspricht sich vieles von Aufklärung über die verheerenden Folgen der Überbevölkerung und möchte deshalb sein Buch in Afrika verbreiten. Er will es seinen ‚Brüdern und Schwestern‘ umsonst zur Verfügung stellen. Es ist jedoch zu befürchten, dass er genau wie Malthus ein Rufender in der Wüste bleibt, solange die Emanzipation in Afrika nicht in Fahrt kommt. Voller Bewunderung weist er auf die Ein-Kind-Politik Chinas hin. Aber einzig etablierte totalitäre Regimes sind in der Lage, Entsprechendes abzuzwingen. In der Rest der Welt muss man Männer mit Transistorradios zur Sterilisation verlocken oder aber das Kinderkriegen finanziell entmutigen. Dies bleiben jedoch Tropfen auf einem heißen Stein.
Abdul-Rahman gibt uns aber ein gutes Mittel an die Hand, die maximale Bevölkerungszahl festzustellen. Es gibt dafür zwei Kriterien, die beide zu erfüllen sind: erstens die sogenannte natürliche Tragfähigkeit eines Landes und zweitens das Hartvalutaeinkommen pro Einwohner. Der natürlichen Tragfähigkeit entspricht der ökologische Fußabdruck; dieser darf die Landesgrenzen nicht überschreiten. Die nachhaltigen natürlichen Ressourcen und die Aufnahmekapazität für Abfallstoffe eines Landes bestimmen die zulässige Einwohnerzahl. Hinzu kommt, dass einem Minimumstandard des Hartvalutaeinkommens zu genügen ist. Abdul-Rahman setzt ihn auf $ 2.500 pro Person pro Jahr fest. Auf der Basis dieses Kriteriums könnte Somalia mit zehn Millionen Einwohnern nur 150.000 Menschen eine auskömmliche Existenz bieten.
Die Niederlande scheitern eindeutig am ersten Kriterium. Ihre natürliche Tragfähigkeit lässt nur 3 bis 4 Millionen Einwohner zu.

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