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Overpopulation Awareness is the website of Stiftung Der Klub der Zehn Millionen

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Die Welt ist für uns zu klein

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Richtig bevölkert, oder?

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Eine gute Umwelt beginnt mit der Bekämpfung der Überbevölkerung

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Mehret euch nicht

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Grenzen des Wachstums

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Bevölkerungsdruck und PKWeh

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Ehepaare mit Kinderwunsch sind für die Zukunft doppelt verantwortlich

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Überbevölkerung = Überkonsum

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Stopp die Ausschöpfung und Verseuchung der Erde

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Zu wenig Wohlfahrt für zu viel Menschen

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Wir lieben Menschen, aber nicht ihre Zahl

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

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Wir können die Menschheit nicht auf sich bewenden lassen

Unterstützen Sie uns bei der Bekämpfung von Überbevölkerung!

Montag, 22 Juli 2013 23:29

Bevölkerungsdichte ist der Feind der Freiheit

Roelof Oldeman, emeritierter Professor für Forstzucht und Forstökologie der Universität Wageningen

Stellen Sie sich vor: eine Bevölkerung verdichtet und differenziert sich zu gleicher Zeit. Dann entsteht immer mehr Reibung zwischen den Bevölkerungsmitgliedern. Niederländer, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geboren wurden, wissen das schlicht aus eigener Erfahrung.

Um 1950 verfügten die Einwohner der Niederlande über ein weites Repertoire an kollektivem Verhalten und hegten sie gemeinsame Wertvorstellungen. Zu der Zeit gab es etwa 10 Millionen Niederländer. Zwar wurden die wenigen, wenn auch hin und wieder tiefgründigen Unterschiede betont – ein Protestant würde beispielsweise nicht oft in einem katholischen Laden einkaufen gehen - , doch die zahlreichen Übereinkünfte traten kaum zutage. Nichtsdestoweniger gab es genügend Variation, um Langeweile zu verhindern, und die meisten Leute konnten in Freiheit sich selbst sein.

Die damaligen Glaubensschranken verursachten weit weniger Unfreiheit als man heutzutage behauptet. Dass bestimmte Sachen nicht erlaubt waren, dass Polizisten auf Fahrrädern scharf darauf achteten, dass einer dem anderen kein Leid tat, wurde nicht so sehr als Unfreiheit betrachtet, sondern vielmehr als die Verwirklichung ‘des größtmöglichen Glücks für die größtmögliche Zahl.’

Seit 1940 sind wir uns in den Niederlanden in zweifacher Weise in die Quere gekommen.
Zunächst buchstäblich. Durch die Verdoppelung der Bevölkerung von kaum neun bis auf siebzehn Millionen hat sich das durchschnittliche persönliche Territorium von fast 0,4 bis auf 0,2 Hektar, etwa 2.000 Quadratmeter, verringert. Der Anteil an Straßen, Städten, Häusern, Häfen, Industriegeländen, Parkanlagen, Agrarböden u. Ä ist noch davon abzuziehen. Wenn pauschal die Hälfte übrigbleibt, fällt für einen jeden von uns eine spärliche Quadratfläche von etwa 30x30 Meter ab. In Wohnvierteln befindet jeder sich innerhalb des Gehörabstands des anderen. Unsere Bewegungsfreiheit ist geschrumpft. Der öffentliche Raum – Parkanlagen, Straßen, Einkaufszentren, Parkplätze – wird uns immer mehr von unanständigen und aggressiven Jugendlichen, Drogensüchtigen oder Taschendieben, die einzeln oder in einer Bande operieren, abgenötigt.

Nach der Revolte von 1968 kam die zweite Freiheitseingrenzung, die sich diesmal nicht auf die Umwelt, sondern auf das Innere bezog. Man vereinfachte das Freiheitsideal zu ‘Alles muss möglich sein’, zu dem ‘tout est possible, tout es permis’ aus dem Paris von George Moustaki. Die Welt wurde auf den Kopf gestellt. Bisherige Wohltaten oder gutes Benehmen wurden zu Freveltaten bzw. zur Unanständigkeit erklärt, während ehemaliges verbrecherisches und liederliches Verhalten die Verkörperung der heiligen Freiheit wurde. Dies wurde durch neue Gesetzgebung abgesichert, die den Menschen viel individuelle Freiheit entnimmt bzw. sie stark einschränkt. Diese Gesetzgebung ist in keiner Hinsicht im Einklang mit Fundamentalgesetzen wie den Zehn Geboten. Das neue Gesetz ist aus Verhandlungen entstanden und kann von einem auf den anderen Tag widerrufen oder geändert werden. Die Komplexität der Situation macht, dass kein Mensch in dem Gesetz eine kollektive gesellschaftliche Grundlage wiedererkennt und ebenso wenig anerkennt.

Demzufolge entstehen die ‘schwarzen’ Kreise, die in der Geschichte immer dann auftauchen, wo das Gesetz und insbesondere die Gesetzhüter gleichsam als ‘Zöllner’ nicht mehr für rechtfertig gehalten werden. Schwarzes Geld ist ein Protest gegen unrechtmäßige Eigentumsgesetze, Schwarzarbeit gegen schiefe Arbeitsgesetzgebung. Es kann weitaus schlimmer werden, wie das geheime ‘heilige Femegericht’ im Deutschland des 19. Jahrhunderts zeigt, das Menschen, die von staatlichen Gesetzen ‘übergangen’ wurden, entführte, richtete und erhängte. Wie die Mafia endeten übrigens auch die heiligen Feme in Willkür und Terror anstatt Recht.

Durch den Einsatz der heutigen Informations- und Kommunikationstechnologie als Waffe kann man nunmehr Menschen nummerieren und digitalisieren, so dass jeder überall beschattet und verfolgt werden kann. Die beliebigen Normen des ‘Guten’ und ‘Bösen’, die in der modernen Gesetzgebung ausgehandelt wurden, können jetzt erzwungen werden. Es können ja ‘versehentlich’ ohne Gerichtsverhandlung das Bankkonto eines Widerwilligen gesperrt bzw. sein Auto auf eine schwarze Liste gesetzt werden. Es sind bereits entsprechende Filme gedreht worden. Unmöglich in unserem ordentlichen Kleinstaat? Hochzivilisierte Staaten, wie Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg und die US (McCarthy, der heutige ‘War on Terror’) zeigen, dass dieses nicht nur möglich ist, sondern sich bereits in die Realität eingeschlichen hat. Unter dem Deckmantel der ‘Sicherheit’, oder als ‘Bürger- bzw. Kundenfreundlichkeit’ wird es uns verkauft (z.B. die Geheimzahl der Bank oder der Fingerabdruck im Personalausweis). Der sinnentleerte Begriff ‘Privatsphäre’ wird gebraucht, um den transparenten Begriff ‘Freiheit’ zu umgehen, wie in dem Spruch ‘Sicherheit geht vor Privatsphäre’.

Ein klares Bild zeichnet sich ab. Exzessive Bevölkerungsdichte in Verbindung mit einer Schrumpfung der persönlichen Territorien sowie der Sicherheit, zusammen mit einer übermäßigen Verschiedenheit an Anschauungen und Bedürfnissen haben sich mit der neuen Informations- und Kommunikationstechnologie vereint; diese Kombination ist im Begriff, unsere Freiheit in den Kulissen verschwinden zu lassen.

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